Regionalität gefragt

Milchautomat "Muh to go": Schalksmühler Milch im Supermarkt

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Der neue Milchautomat ist seit Donnerstag, 17. Januar, einsatzbereit.

Schalksmühle - Wer auf seinem Einkaufszettel Milch stehen hat, kann sie ab sofort im Supermarkt an einem Automaten zapfen. Dafür hat Milchbauer Hermann Piepenstock 400.000 Euro investiert. Schalksmühler Milch gibt's jetzt im Supermarkt.

Der erste Automat „Muh to go“ des Schalksmühler Bauern wurde im Edeka-Markt in Gevelsberg aufgestellt, für weitere Filialen ist er im Gespräch mit Standorten in Lüdenscheid, Breckerfeld, Bochum – und vielleicht demnächst auch Dahlerbrück. 

Fairer Preis für den Liter Milch

Bei der Molkerei bekommt Piepenstock für den Liter Milch aktuell 36 Cent. „Im Laden bekomme ich 1,30 Euro garantiert.“ Der Kunde zahlt für den Liter 1,50 Euro, kann aber zehn Cent sparen, wenn er eine Milchkarte benutzt. Die Karte ist mit zehn Euro für den Automaten aufgeladen und pro Liter gibt es zehn Cent Rabatt.

Angefangen hatte alles im November. Piepenstock holte sich von der Firma Milch Concept Angebote ein. Das Unternehmen vermarktet Milchautomaten und bietet Milchbauern somit eine Möglichkeit zur Direktvermarktung. Der Weg zum Bauernhof sei vielen Kunden zu weit - „Verkaufen Sie mit unseren Milchautomaten Ihre Milch direkt in der Stadt". 

Regionale Produkte voll im Trend

Die Nachfrage nach regionalen Produkten mit klarer Herkunft und guter Qualität ist gerade in Städten sehr groß“, motiviert das Unternehmen. „Damit es sich lohnt müssen täglich zwischen 60 und 70 Liter Milch gezapft werden“, sagt Piepenstock. Andernfalls lohne sich der ganze Aufwand nicht.

„Ich habe 400.000 Euro in die Hand genommen.“ Das Geld ging in eine eigene kleine Molkerei auf dem Hof, in der die Milch für den Verkauf im Geschäft pasteurisiert wird sowie in ein neues Fahrzeug, das in einem Tank die Milch auf dem Transportweg kühlt. Einen Rohmilch-Automaten hat Piepenstock bereits bei sich auf dem Hof am Stöcken in Betrieb. „Der läuft richtig gut.“

Automat im Geschäft aufgestellt

Am Mittwoch, 16. Januar, wurden die ersten 150 Liter nach Gevelsberg gefahren. „Regionalität ist immer mehr gefragt“, sagt Piepenstock. Für Edeka sei es eine Win-Win-Situation. So komme durch den Automaten eine neue Kundschaft in die Märkte. 

Edeka-Pressesprecher Patrik-Ludwig Hantzsch bestätigt: „Derzeit gibt es einen starken Wunsch der Verbraucher zu regionalen und lokalen Produkten.“ Für viele Kunden sei es wichtig, Erzeuger aus ihrer Region zu unterstützen. Ob der Edeka-Markt in Dahlerbrück auch einen Milchautomaten bekommt, hänge vom Kaufmann vor Ort ab. 

Auch in Metzgereien und Bäckereien sind die Automaten, die es in drei Größen gibt, möglich. Auf der Internetseite von Milch Concept gibt es für Milchbauern eine Übersicht von Standorten. Der Märkische Kreis steht auch auf der Liste.

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