Spende im letzten Moment: 20 000 Euro für Tierheim

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Hilfe fürs Tierheim: Abteilungsdirektorin Margret Homann und Direktor Heinz Walter Tebrügge (links) übergaben an die Dornbusch-Vertreter Ralf Störmann und Manfred Hardy 20 000 Euro. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Die Arbeit des Tierheims Dornbusch kann fortgesetzt werden – vorerst. Ein Ehepaar aus der Region spendete anonym 20 000 Euro. Dadurch konnte der Betreiberverein Rechnungen bezahlen und so den Fortbestand sichern.

Unverhofft kommt zwar nicht oft, aber es kommt für das Tierheim Dornbusch rechtzeitig. Eine Spende in Höhe von 20 000 Euro. „Ich weiß zwar nicht, wie die Spender auf uns aufmerksam geworden sind, aber das Geld hilft uns enorm“, sagte Manfred Hardy, Vorsitzender des Tierschutzvereins.

Die Initiative für Lüdenscheid und Umgebung ist Betreiber des Tierheims Dornbusch. Hinter dem Spender verbirgt sich die Merck Finck Stiftung mit Sitz in München. Magret Homann und Heinz Walter Tebrügge überreichten die Spende an Manfred Hardy und den zweiten Vorsitzenden Ralf Störmann.

Ein Ehepaar aus dem heimischen Raum, Kunden bei Merck Finck & Co, Privatbankiers, entschied sich, die 20 000 Euro zu spenden. Um anonym zu bleiben, wählten das Paar den Weg über die Stiftung der Privatbankiers. „Über längere Zeit haben die Spender die Arbeit des Tierheims verfolgt; auch die Geldnot der Einrichtung blieb ihnen nicht verborgen“, sagte Heinz Walter Tebrügge. Der Kuratoriumsvorstand der Merck Finck Stiftung erklärte, dass es sich um eine zweckgebundene Zuweisung handelt und nur zum Erhalt des Tierheims Dornbusch einsetzt werden darf.

„Das Geld kommt für uns als Betreiberverein genau zur richtigen Zeit“, sagte Manfred Hardy, der den Vertretern der Stiftung die Einrichtung Dornbusch auch direkt zeigte und Maßnahmen erklärte. Unter anderem soll die ehemalige Wohnung des Tierheimleiters für Katzen umgebaut werden. Denn: Nach Abgabeschwemmen der Vierbeiner im Sommer, ist die Einrichtung immer noch über die Kapazitäten hinaus belegt. „Wir stehen immer vor einem Dilemma: Einerseits können wir aus Platz- und Kostengründen keine Tiere mehr aufnehmen – andererseits ist jedes Abgabetier, welches wir aufnehmen ein verhindertes Fundtier. „Unser Ziel ist es, jedem Tier in Not mit Herz und Verstand zu helfen.“

Lob für dieses Engagement erhielten Hardy und die Mitstreiter von Tebrügge: „Das ist wirklich bemerkenswert, was sie hier auf die Beine stellen.“ Manfred Hardy bedankte sich für diese lobenden Worte und sagte, dass die Arbeit allerdings vor Ort nicht richtig anerkannt werde.

Die Merck Stiftung wurde im Dezember 2007 von Merck Finck & Co, Privatbankiers als gemeinnützige Stiftung mit Sitz in München errichtet. Ihr Stiftungsvermögen setzt sich aus Zuwendungen der Bank und Zustiftungen zusammen. Unter dem Leitmotiv „Werte bewahren. Zukunft gestalten“ fördert die Stiftung das gesellschaftliche Engagement – zum Beispiel in Wissenschaft und Forschung, Bildung und Erziehung, Kunst und Kultur, Jugend- und Altenhilfe oder Natur- und Umweltschutz. ▪ Matthias Clever

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