Schalksmühler schätzen die Leistung der Wehr

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Die Freiwillige Feuerwehr wird in Schalksmühle geschätzt.

Schalksmühle - Angepöbelt, bespuckt und geschubst – immer wieder werden Rettungskräfte im Einsatz mit aggressivem Verhalten konfrontiert. In Schalksmühle hingegen ist der Umgang mit der Feuerwehr ein anderer, sagt Wehrsprecher Marc Fürst.

Anders, als in anderen Kommunen, die durch Angriff auf Blaulicht-Einheiten in den Schlagzeilen stehen, ist die Situation für die Freiwillige Feuerwehr in der Gemeinde gut. „Ich schätze das Verhältnis sehr gut ein. Das sieht man daran, wie man uns bei Einsätzen behandelt. Man nimmt uns nicht nur ernst und befolgt unsere Anweisungen. Uns werden sogar Snacks und Getränke angeboten. Die Bevölkerung schätzt unsere Leistung.“ 

Ölspuren sind Reizthema 

In den meisten Fällen zeigt sich der Schalksmühler von seiner ruhigen Art. Doch bei einem Thema kommt es schon einmal vor, dass Feuerwehrleute verbal angegangen werden. Wenn eine Straße wegen einer Ölspur nur teilweise oder überhaupt nicht befahrbar ist, dann werden einige Verkehrsteilnehmer lauter, weiß Marc Fürst zu berichten. Zum Glück sei es dabei noch nicht zu Handgreiflichkeiten gekommen. Es sei aber vorgekommen, dass sich ein Auto zu schnell den Wehrkräften an einer Absperrung genähert hat, so dass man Angst um seine Gesundheit bekam. Auch versuchte jemand mal, über den Bürgersteig die Absperrung zu umfahren. 

Den Hauptgrund für Angriffe auf Rettungskräfte sieht der Wehrsprecher im übermäßigen Alkoholkonsum. Doch auch das halte sich in der Gemeinde in Grenzen. So hatte die Feuerwehr an Silvester keinen Einsatz. Auch das sogenannte Gaffen ist in Schalksmühle kein Problem. „Es gibt immer Leute, die aus Neugier gucken. Aber niemand läuft einfach so in eine Einsatzstelle.“ Die Wehrleute werden nicht speziell von Fachkräften für solche Situationen geschult, aber es gebe interne Weiterbildungsmöglichkeiten, die die Kräfte sensibilisieren sollen. „Generell finde ich es gut, den Feuerwehrleuten zu sagen, was sie erdulden müssen und was nicht“, sagt Marc Fürst. Mittlerweile habe der Einsatzleiter sogar das Recht, Platzverweise auszusprechen. Doch im Ernstfall rufe man die Polizei zur Unterstützung. „Wir setzen uns nicht der Gefahr eines Angriffs aus.“ 

"Kampagnen schaffen Bewusstsein"

Da die Situation in manchen Landesteilen ausufert, entstanden immer mehr Aktionsbündnisse, die für mehr Respekt gegenüber Rettern einstehen. So etwa auch die Soko Respekt in Lüdenscheid. Der Wehrsprecher: „Solche Kampagnen schaffen ein Bewusstsein in der Bevölkerung. Sie können auch auf Missstände hinweisen.“ Forderungen nach mehr Respekt seien nicht übertrieben. „Wir fordern nur so viel Respekt, wie jeder andere auch. Wir wollen nur vernünftig unsere Aufgabe erledigen.“

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