Restmüll und Sperrmüll

Mehr Müll durch Corona? Die Kosten könnten steigen

Mehr Sperrmüll durch Corona-Pandemie
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Die Gemeinde verzeichnet einen Anstieg der Straßenansammlungen des Sperrmülls.

Die Corona-Pandemie hat auch Auswirkungen auf die Abfallmengen in der Gemeinde. Das vermutet zumindest der Kämmerer. Das könnte Folgen für die Schalksmühler haben.

Schalksmühle – „Gegenüber der Kalkulation ist das Ergebnis deutlich schlechter ausgefallen“, steht bereits in der Ausschussvorlage zur Betriebsabrechnung der Abfallbeseitigung 2020. Es ist von einer „gravierenden Steigerung“ der Restmüllmengen die Rede – und von Sperrmüll.

Kämmerer Reinhard Voss erklärte im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen, Umwelt- und Klimaschutz, dass dies auch mit der Corona-Pandemie zu tun haben könnte. Es entstehe mehr Müll, viele Haushalte hätten renoviert, wodurch mehr Sperrgut entstanden sei. Das sei im gesamten Kreis grundsätzlich der Fall, sodass auch die Kosten für Einsammlung, Transport und Entsorgung gestiegen sind.

Auch die Kosten für den Bauhof sind gestiegen, hier spielen die Kosten für zusätzliche Entsorgungsleistungen eine Rolle. Der Fehlbetrag aus 2019 in Höhe von rund 118 000 Euro hat sich auf 125 000 Euro erhöht. Überschüsse aus früheren Jahren sind „längst aufgebraucht“. Der Gesamtverlustvortrag in Höhe von rund 195 000 Euro erzeugt zusätzlichen Druck.

Der Ausschuss sollte darüber beraten, ob eine Systemveränderung sinnvoll ist, erklärte Vorsitzender Jörg Weber. Einig waren sich die Fraktionen jedoch, dass die Müllentsorgung in der Gemeinde bürgerfreundlich sei und eine Veränderung nicht zwangsläufig eine Verbesserung hervorbringen würde, wie Harry Haböck (UWG) sagte.

Volker Quinkert (UWG) wies darauf hin, dass Schalksmühle nicht nur Müll aus Schalksmühle entsorge. Eine Begrenzung von sechs Möglichkeiten pro Haushalt warf er in die Runde. Dies wurde jedoch verworfen, weil man es ohnehin nicht zu 100 Prozent nachhalten kann und der Verwaltungsaufwand, laut Bürgermeister Jörg Schönenberg, so gering wie möglich gehalten werden soll.
Mehr Potenzial sah Stefan Klotz (FDP) in der Sensibilisierung der Bürger dahingehend, weniger Müll zu produzieren und verwies in diesem Zuge auf das Klimaschutzkonzept.

Klaus Nelius (UWG) sagte: „Wir haben jetzt einmal eine Steigerung.“ Man solle dieses Jahr noch einmal beobachten, bevor man aktiv werde. Auch er sieht Gründe in der Corona-Pandemie. „Abfallentsorgungsgebühren sind eine Solidaritätsfrage.“ Man müsse die Bürger jedoch darauf hinweisen, dass sie mit höheren Gebühren zu rechnen hätten. In Kierspe ist das bereits klar.

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