Neue Kita am Löh

Grundriss für die neue Kita steht - so groß soll die Einrichtung werden

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Grobe Aufteilung der Kita am Löh: Das Herzstück soll der Gemeinschaftsraum links vom Eingang werden, hier der rot dargestellte Raum Nummer 7. Die Räume der einzelnen Gruppen sind türkis, grün und lila dargestellt.

Schalksmühle - Der Bauausschuss befasste sich am Dienstag erneut mit der geplanten Kita am Löh. Dabei ging es um die Anbindung und erstmals auch um die räumliche Aufteilung.

Über den aktuellen Planungsstand zur dreizügigen Kita am Löh informierte das Architekturbüro Eicker am Dienstag den Bau- und Planungsausschuss. Ralf Bechtel, Fachbereichsleiter Technisches Bauamt, ging allerdings zunächst auf die Zuwegung ein, zu der die Schulleitung der Primusschule zuvor Bedenken geäußert hatte. Nach Erläuterung der angedachten Maßnahmen habe die Schulleitung aber signalisiert, dass eine Lösung möglich sei. 

Weiterhin soll die Schule aber in die Planung eingebunden sein. „Es geht darum, dass die Schule weiterhin einen vernünftigen Zugang zu ihrem Garten hat“, erläuterte daraufhin Annabelle von Reutern vom Architekturbüro Eicker die Planungen. Die Straße zur Kita hin werde einspurig sein und sei in den Plänen erst einmal als Spielstraße deklariert worden. 

Querungshilfe für den Schulgarten

Im Bereich des Schulgartens solle eine Querungshilfe geschaffen werden, um einen gefahrlosen Übergang über die Straße zu gestalten. Zum Bringen der Kinder könnten außer den 15 vor der Kita geplanten Parkplätze auch die vorhandenen an der Primusschule genutzt werden. Hier sprach von Reutern von Synergieeffekten: „Es gibt sicher Eltern, die Kinder sowohl im Schul- als auch im Kita-Alter haben.“ Letztere können vom Parkplatz aus über einen Fußweg und eine Treppe die Kita erreichen. 

Die Frage von Dietmar Daßler (FDP), ob nicht auch vom Schlah aus eine Einbahnstraße an Kita und Schule vorbei geführt werden könnte, verneinte Fachbereichsleiter Bechtel. Der Bau einer Straßentrasse sei wesentlich aufwendiger, als einen Fußweg in die Böschung zu legen. Außerdem sei ein Fußweg gewünscht gewesen. Der Ausschussvorsitzende Klaus Nelius (UWG) regte an, alternativ Parkplätze am Löh zu schaffen, von wo aus die Kinder zu Fuß zur Kita gebracht werden könnten. 

Gründe für eine Verlegung

Nachdem Bechtel die Gründe für die Verlegung der Kita vom ursprünglich geplanten Standort umrissen hatte, erläuterte Architektin von Reutern auch die funktionale Aufteilung der Kita-Räumlichkeiten. „Als Herzstück befindet sich links vom Eingang ein Gemeinschaftsraum, der auch geöffnet sein soll und für Veranstaltungen genutzt werden kann“, sagte von Reutern. 

Die Räume jeder Gruppe umfassen jeweils Gruppen-, Neben- und Ruheräume, eine Garderobe sowie einen Abstellraum und einen separaten Sanitärbereich. „Das ist auch der Grundriss, der vom potenziellen Träger so mitgetragen würde“, sagt von Reutern. Dazu gehören auch Küche und Personalräume sowie ein kleines vorgelagertes Gebäude als Abstellplatz für Kinderwagen. Der Plan stelle allerdings keine Detailplanung dar, sondern sei eine erste Funktionsplanung, wie Architekt Dirk Eicker betonte. 

Ausschreibung als nächster Schritt

Auf dieser Grundlage solle als nächster Schritt die funktionale Ausschreibung erfolgen und ein Unternehmen gefunden werden, das die Kita möglichst wirtschaftlich im Modulbau errichten könne, sagte Fachbereichsleiter Bechtel zu den nächsten Schritten. Auf die Frage von Dietmar Daßler, wie die Kita beheizt werden sollte, sagte Bechtel, dass eine Anbindung an die Wärmeversorgung der Primusschule möglich sei. Es sei aber auch denkbar, Geothermie zu nutzen und eine Wärmepumpe einzubauen.

„Dabei geht es auch um eine langfristige Entscheidung in Richtung erneuerbare Energien.“ Das wurde von Lutz Schäfer (SPD) ausdrücklich begrüßt, der außerdem fragte, inwiefern die Kita architektonisch zur Primusschule passen würde. Man sei daran interessiert, diese bei der Gestaltung der äußeren Hülle aufzugreifen, versicherte Dirk Eicker: „Die Ästhetik dieser schönen Schule ist ein Vorbild für unseren Kindergarten.“

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