Mega-Staus am Flaßkamp

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Die Ampel-Schaltung sorgte nun im Gemeinderat für rege Diskussionen. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Stillstand in der Stoßzeit: Hunderte Meter stehen die Autos dicht an dicht den Flaßkamp von Stallhaus herunter.

Die Fahrer versuchen, aus dem Höhengebiet Richtung Ortskern zu kommen. Bis zu einer Stunde Wartezeit. „Ein Unding“, formulierte Harry Haböck (UWG) am Montag in der Gemeinderatssitzung und trat damit eine Diskussion los.

„Der Flaßkamp ist derzeit nicht befahr- sondern eher begehbar“, meinte Haböck. Seiner Meinung nach ist die Ampel an der Volmestraße falsch geschaltet. Durch die langen Staus seien derzeit in den Stoßzeiten keine Rettungswege vorhanden. Haböck: „Da muss etwas geschehen.“ Der UWG-Ratsherr forderte, dass die Verwaltung prüfen sollte, ob die Schaltung nicht geändert werden könnte oder überhaupt notwendig sei.

Bürgermeister Jörg Schönenberg erklärte, dass die Ampel-Schaltung den Flaßkamp bewusst benachteilige. Durch eine andere Taktung oder ohne Ampel könnte es seiner Meinung nach zu Raserei kommen. Schönenberg: „Sicherheit hat da absolut Vorrang.“

Susanne Ebert (FDP) schlug vor, in Stallhaus über ein einseitiges Parkverbot nachzudenken, um so Rettungswege zu gewährleisten und die Lage vor allem im Bereich des Kindergartens „zu entspannen“.

„Das ist eine unbetreute Ampel-Katastrophe“, wetterte der SPD-Fraktionsvorsitzende Lutz Schäfer. Die Schaltung sei seiner Meinung nach „völlig verfehlt“.

Einigkeit herrschte im Rat darüber, dass nun die Verwaltung prüfen soll, ob die Phasen der Ampel verändert werden können. Jörg Schönenberg: „Wir sind am Anfang einer Baustelle. Es wird sich schon einspielen. Auch die Bürger haben dann Erfahrungswerte, woher sie am besten fahren.“ ▪ mc

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