Kurze Erklärvideos 

Der Youtuber aus Dahlerbrück: Martin Paplinski hat fast 20.000 Abonnenten

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Youtuber aus Dahlerbrück: Martin Paplinski ist fasziniert von Computern, Technik und Medien. Sein Wissen teilt er in seinen Videos mit der Öffentlichkeit.

Dahlerbrück - In der Gemeinde sitzt der 20-jährige Martin Paplinski vor drei Bildschirmen und einem Mikrofon. „Wer in mein Zimmer kommt, könnte denken, ich mache Radio“, sagt er. Aber: Der Schalksmühler ist Youtuber – mit Leidenschaft. 

Rund 20.000 Abonnenten sowie 5,5 Millionen Aufrufe hat er. „Ich bin mir manchmal gar nicht darüber bewusst, wie viele Menschen das sind.“ Und er sagt weiter: „Ich habe in 48 Stunden mehr Klicks als Schalksmühle Einwohner hat.“ Alleine während des Gesprächs mit unserer Redaktion rund 300. Doch was für viele nach einfachen Videos aussieht, ist viel Arbeit. „Aber es macht mir richtig Spaß.“ 

Erklärvideos für Whatsapp und PC 

Martin Paplinski begeistert sich schon seit seiner Kindheit für alles, was mit Computer, Technik und Medien zu tun hat. Auf seinem Youtube-Kanal ConFace, veröffentlicht er Erklärvideos, die sich dadurch von anderen dieser Art unterscheiden, dass sie kurz sind. „Zuschauer wollen nicht zehn Minuten vor dem Monitor sitzen“, sagt er. „Sondern schnell etwas gezeigt bekommen und lernen.“ 

Sein Kanal ist dafür mittlerweile schon eine Art Marke geworden. Der Dahlerbrücker legt Wert auf den Wiedererkennungswert, aber vor allem auf Persönlichkeit. „Seit Juli zeige ich mich in den Videos.“ So schaffe er die Nähe zum Zuschauer, macht sich transparent und zudem nicht nur im Video wiedererkennbar. „Ich würde mich freuen, wenn ich auch mal auf der Straße erkannt werden würden.“ 

Bis zum fertigen Video dauert es etwa vier Stunden

Er sei stolz auf das was er tut, freue sich aber vor allem darüber, dass er Menschen mit seinen Videos helfen kann. „Ich bin mir sogar sicher, dass viele ältere Menschen die Tipps aus meinen Videos gebrauchen können. Aber sie kennen meist dieses Medium nicht.“ Neue Videos gibt es jeden Samstag um 8 Uhr.

Bis zum fertigen Video dauert es in etwa vier Stunden. Darin enthalten sind Themenfindung, Recherche, Aufnahme, Schnitt und Hochladen. „Alleine das Hochladen dauert 30 Minuten.“ Und das bei Videos, die höchstens zweieinhalb Minuten dauern. „Als Youtuber hat man es nicht leicht in Schalksmühle. Das Internet ist einfach zu langsam.“ 

Der Dezember war sein Monat 

Der Dezember war sein Monat. Aufgrund der vielen Feiertage sind Menschen mehr online als sonst. In seinen Statistiken sieht er genau, wann wie viele Menschen seine Videos geklickt haben. „Heiligabend hatte ich die meisten Klicks.“ Dass vor allem Videos für Handys angeklickt wurden, lässt darauf schließen, dass die Zuschauer ein Neues geschenkt bekommen haben.

Und für ihn bedeuten Klicks Werbeeinnahmen. „Alle fragen immer, was man so verdient.“ Dabei sei das gar nicht so viel. An Tausend Klicks verdient er circa einen Euro. Im Dezember hatte er rund 270.000 Klicks, was lediglich ein kleiner Nebenverdienst ist. „Es lohnt sich noch nicht.“ Seine Stelle im Bauzentrum Lieder in Halver ist nur noch eine Teilzeitstelle. Die gewonnene Zeit investiert er in seine Leidenschaft. 

„Die Kollegen wissen das und finden das auch gut“, sagt er. Immerhin bringt er auch gute Ideen ein, um den Markt medial besser zu präsentieren. An Videos wie dem Imagefilm probiert er sich aus. 

Sein Traum ist es aber, sein Hobby irgendwann einmal zum Beruf zu machen. „Wessen Traum ist das auch nicht?“ Besonders gefällt ihm daran die freie Zeiteinteilung – und auch wenn er mal nichts macht, werden seine Videos noch immer geklickt. Mit seiner Stimme könnte er auch im Radio arbeiten, sagen ihm Freunde und Verwandte. Aber auch das Schreiben könne er gut. 

Was nicht ist, kann noch werden. Immerhin habe jeder einmal mit wenigen Abonnenten angefangen – und mit seinen fast 20.000 ist er auf einem guten Weg. Als Desktophintergrund dient ein selbst gemachtes Foto von Köln. Nicht irgendeins, sondern eins, das er mit seiner Drohne aus luftiger Höhe schoss. Fotografieren gehört auch zu seinen Hobbys. Erst kürzlich teilte er Fotos von der Glörtalsperre auf Facebook. „Wie gesagt: Mich begeistert alles, was mit Medien zu tun hat.“

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