Familienstreit

46-Jähriger droht seinem Schwager mit dem Tod

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Schalksmühle/Lüdenscheid - Weil er seinen Schwager in Schalksmühle im November vergangenen Jahres mit dem Tode bedroht hatte, musste sich ein 46-jähriger Mann aus Schalksmühle in dieser Woche im Amtsgericht Lüdenscheid verantworten.

„Ich habe gesagt, er soll meine Frau raus lassen. Ich bringe ihn um, habe ich ihm gesagt, weil ich so wütend war“, gab der Angeklagte im Gericht zu. Zum besseren Verständnis der Prozessbeteiligten, holte der 46-Jährige etwas weiter aus und gewährte Einblicke in sein mutmaßlich zerrissenes Familienleben. 

Alles habe angefangen, als der Schwager, die Ehefrau des Angeklagten dazu gebracht habe, ihn und seine beiden Kinder Hals über Kopf zu verlassen, so der Verdacht des 46-jährigen Angeklagten. „Sie war plötzlich weg“, sagte er. Besorgt seien er und die Kinder daraufhin mit dem Auto umher gefahren, um sie zu suchen. 

Bei der Schwester der Frau sei ihnen der Zutritt verwehrt worden. Sie hätten aber bemerkt, dass die Gesuchte tatsächlich dort untergekommen war. Der Schwager, so der Angeklagte, habe seine Ehefrau auch dazu angestiftet, Geld aus der Kasse der Firma des 46-Jährigen zu stehlen. 

Die Familie wurde ruiniert

Der Schalksmühler verdiene als selbstständiger Kaufmann etwa 80 000 Euro im Jahr, hieß es vor Gericht. „Er hat meine Familie ruiniert, Herr Richter“, betonte der Angeklagte. Sein Schwager und er hätten sich gegenseitig wüst beschimpft. Der Richter verlas ein Attest, wonach der Schwager wegen der mehrfachen Drohung des Angeklagten, dieser würde ihn erschießen, unter Ängsten und Schlafstörungen leide. 

Der Richter fasste zusammen, dass es offenbar eine Gegenseitigkeit bei den Beschimpfungen gegeben hatte. Er entschied, das Verfahren gegen den 46-Jährigen vorläufig einzustellen. Zahlt der Angeklagte 600 Euro an den Weißen Ring, wird die Akte geschlossen.

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