Lyrik und Musik zu „Was da kreucht und fleucht“

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Musikalische Darbietungen des Musizierkreises rundeten die Veranstaltung ab.

Schalksmühle - Hanne Peuckert hatte sich das Thema gewünscht. „Was da kreucht und fleucht“ war der Titel der Veranstaltung mit Lyrik-Lesung und musikalischen Darbietungen im Rahmen der Konzertreihe: „Die kleine Musik“. Mit Worten von Martin Luther begrüßte Hausherrin Doris Korte die Besucher in der Evangelischen Kirche zu Heedfeld.

Von Rita Jonuleit

Im Anschluss dankte sie Hanne Peuckert für ihre Anregung, der der Musikkreis gerne entsprochen hatte. Sie beschenkte die langjährige Mitwirkende dieser Konzertreihe mit einem Buch von Jürg Schubiger und Wolf Erlbruch mit dem Titel: „Zwei, die sich lieben“ und gratulierte ihr damit noch einmal zum 90. Geburtstag.

Die Darbietung begann mit: „Geh aus, mein Herz“, ein geistliches Sommerlied von Paul Gerhardt. Peuckert begann ihren Vortrag mit Brentano und Morgenstern, bevor sie zu ihrem Lieblingsgedicht kam: „Wer einen Schmetterling lachen hört, der weiß wie Wolken schmecken“. Dazu erzählte sie eine kleine Anekdote: Eine Freundin fand heraus, dass dieses Gedicht nicht von Novalis geschrieben wurde, sondern von einem Rockmusiker namens Carlo Karges, der eine Rockband mit dem Namen Novalis hatte.

Anschließend entfesselte sie mit ihrer unnachahmlichen Art, Gedichte und Verse zu rezitieren Schwärme von Vögeln wie Möwen, ließ Nachtigallen singen, formte Rotkehlchen und Goldhähnchen vor dem inneren Auge der Anwesenden. Dazu gab es Gedanken und Gefühle in Reimform über Spinne, Katzen, kleine Bären oder auch einem Krokodil. Guggenmos, F. v. Schiller, Storm und Ringelnatz waren einige der bekannten Verfasser.

Der Musizierkreis intonierte beispielsweise Stücke wie den Katzenkanon aus Frankreich, eine Sarabande, gespielt in Adagio von Corelli und zum Schluss einen „Musikalischen Scherz“, gespielt mit Tiefgang und Kunstsinn. Mit ihrem eigenen Sinn schaffte es Peuckert durch ihre innige Begeisterung und Liebe zur Lyrik immer wieder, ihren Hörern das Herz für diese Art der Poesie zu öffnen - förmlich zu begeistern - wie die regelmäßigen Besucherzahlen und auch der Applaus bewiesen.

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