Ludwig Schweig wird Nabu-Sprecher

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Der 83-jährige Ludwig Schweig wird den Nabu in Schalksmühle repräsentieren. Unter anderem will er einen Naturteich im Volmepark – dazu hat er Beispiele aus anderen Kommunen.

SCHALKSMÜHLE - Der ehemalige Vorsitzende der Seniorenunion, Ludwig Schweig, ist für den Naturschutzbund (Nabu) Schalksmühle verantwortlich. Der 83-Jährige will sich unter anderem in kommunalpolitische Themen wie den Kunstrasenplatz in Kuhlenhagen oder den Umbau des Volmeparks einmischen.

Auf die Frage, warum sich ein CDU-Politiker nun im Nabu engagiert, sagte Schweig im Gespräch mit unserer Zeitung: „Ich bin kein Grüner, kein Biologe, aber ein Naturliebhaber mit Heimatsinn für Schalksmühle.“

Seine künftige Arbeit für den Nabu hat Ludwig Schweig in einem Plan skizziert. Unter anderem will sich der Schalksmühler, in vor seiner Pensionierung als Lehrer gearbeitet hat, beim Volmepark einbringen. „Wir müssen versuchen, zu retten, was noch zu retten ist.“ Wenn es ein Mehrgenerationenpark werden sollte, möchte Ludwig Schweig gerne einen kleinen Teich erhalten, Schattenplätze schaffen und ein Wasserspiel installieren. Für einen Teich hat der Nabu-Vertreter konkrete Vorstellungen. Durch Kontakte zum Nabu-Altmark in Buch (Elbe) hat Schweig inzwischen Fotos mit konkreten Vorstellungen von einem naturgerechten Teich.

Der Besuch der Kinder im Quartiersbüro vor einigen Wochen (wir berichteten) habe gezeigt, dass Kinder gute Ideen hätten. Diese decken sich laut Schweig mit seinen Vorstellungen. Die Kinder hatten damals auch angemerkt, dass im Volmepark zu viel Müll herumliege. Im Zuge der Umbauarbeiten und der Aufweitung der Volme sollen im Januar Bäume am Ufer gefällt werden.

Baumsatzung für Schalksmühle?

Nicht zuletzt deswegen regt Schweig an, eine Baumsatzung für Schalksmühle zu schaffen. „Weitere Baumfällaktionen, wie es sie in den letzten Monaten gegeben hat, sind zu begrenzen.“ Daher sollte darüber nachgedacht werden, eine entsprechende Satzung zu erlassen. Dadurch könne die Verwaltung und Politik direkten Einfluss darauf nehmen, ob und wo Bäume gefällt werden.

Ein weiteres Anliegen von Ludwig Schweig sind die Vögel im Ortskern. „In Teilen des Zentrums gab es im zurückliegenden Winter ein fast restloses Fehlen von Vögeln. Das müsste in diesem Winter beobachtet werden.“

Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit soll der Kunstrasenplatz in Kuhlenhagen werden. Wie berichtet, ist es laut Verwaltung nötig, ein Regenrückhaltebecken zu errichten. Ludwig Schweig möchte, dass dies neben dem Platz entsteht. „Rückhaltebecken können bei sachgerechter Ufermodellierung und Bepflanzung zu wertvollen Feuchtgebieten gestaltet werden“, meinte Schweig.

Unter anderem seien Seggen, Schilfpflanzen und einheimische Gehölze zur Bepflanzung denkbar. Ein solches Regenrückhaltebecken stelle einen wichtigen Lebensraum für viele Tiere dar. Hinter dem Beachvolleyballfeld könnte ein solches Becken mit einem Durchmesser von rund 28 Metern entstehen.

„Ich weiß, dass ich nicht mehr der Jüngste bin. Dennoch möchte ich versuchen, diese für die Gemeinde wichtigen Projekte aus Umweltsicht konstruktiv zu begleiten“, sagte der 83-Jährige. Nachdem diese Projekte angeschoben sind, will sich Ludwig Schweig auf die Suche nach einem jüngeren Nachfolger machen. - mc

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