Überraschende Übung

Löschgruppe Schalksmühle probt Rettung bei einem Brand

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Nach dem Einsatz der Atemschutzträger und dem Ablöschen des Feuers kam das Belüftungsgerät zum Einsatz.

Schalksmühle - Eine heftige Verpuffung mit anschließendem Feuer und vier vermissten Menschen in einem völlig verqualmten Gebäude: Dieses Einsatzszenario mussten die Männer der Löschgruppe Schalksmühle im Löschzug 1 der Freiwilligen Feuerwehr am Freitagabend im Rahmen einer Übung in den Griff bekommen.

Dafür rückten 14 Einsatzkräfte mit drei Fahrzeugen zur ehemaligen Realschule an der Friedhofstraße aus. Beim Eintreffen lief ihnen aus dem leerstehenden Gebäudeteil in Richtung Bergstraße ein verletztes Kind entgegen. Der völlig aufgelöste Junge, ein routinierter Verletztendarsteller des örtlichen DRK, berichtete aufgeregt von weiteren Jugendlichen und dem Hausmeister, die noch im brennenden Gebäude seien.

Schnelle Hilfe war angesagt. Zwei Trupps machten sich unter schwerem Atemschutz zur Erkundung der Lage bereit. Gleichzeitig bauten andere Feuerwehrmänner die Löschwasserversorgung auf. Um das ganze Areal herum bis zum Hydranten an der Einmündung Friedhofstraße/Bergstraße reichten am Ende die vielen Schlauchleitungen.

Die Suche nach den Vermissten im verrauchten Kellergeschoss gestaltete sich schwierig. Schweißgebadet und völlig entkräftet brachten die Atemschutzträger nach bangen Minuten zwei der Verletzten ans Tageslicht. Der Hausmeister war indes vor dem Feuer ins Obergeschoss geflohen und dort durch die starke Rauchentwicklung in große Gefahr geraten. Couragierte Retter bargen ihn mittels einer Leiter. So wurde am Freitagabend auch das Retten aus Höhen geprobt.

Nachdem der Brand gelöscht war, setzte die Wehr ihr großes Entlüftungsgerät ein, um den Rauch aus dem Gebäudetrakt zu pusten. Draußen auf dem Schulhof wurden die Schläuche eingerollt und das eingesetzte Gerät wieder auf die Fahrzeugen verladen.

Derweil zeigte sich Einsatzleiter Dirk Thomas Hauck mit dem Verlauf der bis zum Alarm strikt geheimgehaltenen Übung sehr zufrieden. Der Brandoberinspektor hatte bewusst den Sommerferienstart gewählt, um zu prüfen, ob an einem solchen Abend im Ernstfall genug Personal zur Verfügung steht.

Dieses Ziel wurde erreicht. Umsichtig und mit großer Routine meisterten die Feuerwehrmänner auch die Übungsaufgaben. Dafür ging ein Dankeschön an die flotte Truppe; ebenso wie an die Gemeindeverwaltung für die Bereitstellung des Übungsobjekts und an das DRK für die Entsendung der Verletztendarsteller.

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