Löschgruppe Hülscheid trifft sich zum Jahresappell

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Gemeindebrandinspektor Dieter Coordt (links) und Bürgermeister Jörg Schönenberg (4. von rechts) dankten den Kameraden des Löschzuges Hülscheid für ihr Engagement.

SCHALKSMÜHLE - „Die Feuerwehr wird nicht nur zum Brandlöschen gerufen. Man sieht in ihr die rettende Hand bei allen Gefahren und Niederlagen, die das Leben so mit sich bringt“, lobte Gemeindebrandinspektor Dieter Coordt jetzt die Kameraden der Löschgruppe Hülscheid beim Jahresappell im Gerätehaus Spormecke.

„Sie kommen nicht nur, um Rettung zu bringen, sondern auch, um den Leidenden Trost zu spenden in schweren Zeiten“, erklärte Coordt. 1281 Stunden war die Löschgruppe Hülscheid im vergangenen Jahr getreu dem Motto „Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr” im Einsatz. 40 Mal musste die Wehr zu Einsätzen ausrücken. Davon alleine acht Mal zu Brandeinsätzen. Zum Jahresende zählte die Einheit 44 Kameraden. 16 Feuerwehrmänner a.D. gehören zur Alters- und Ehrenabteilung, wie Einheitsführer Olaf Plautz in seinem Bericht ausführte.

Ehrung für Absolventen und Beförderungen

Außerdem wurden die erfolgreichen Absolventen von Lehrgängen und beförderte Wehrleute im Rahmen des Jahresappells geehrt und ausgezeichnet. An Lehrgängen auf Kreisebene nahmen folgende Personen teil: Jan Filthaus, Marc Klinker, Jan Niklas Pape (alle Truppmann Teil I und II Grundlehrgang). Am Lehrgang Atemschutzgeräteträger sowie am Seminar für Wärmegewöhnung nahm Michael Siol teil.

Den ABC-Lehrgang besuchten Björn Geise, Holger Krause und Michael Mann. Sven Geise, Steffen Niecke und Jan Philip Schulze-Ardey nahmen am Sprechfunker-Lehrgang teil. Axel Münster beendete erfolgreich das Seminar für Führungskräfte. An Lehrgängen des Institutes der Feuerwehr Münster nahmen im vergangenen Jahr Björn Lisse und Michael Mann teil. Dirk Kersenbrock besuchte den Lehrgang „Leiter einer Feuerwehr“.

Zum Oberfeuerwehrmann wurden Jan Filthaus, Marcel Wloka, Christian Hagen, Steffen Niecke und Jan Philip Schulze-Ardey befördert.

Gemeindebrandinspektor Dieter Coordt berichtete von vier Einsätzen der Notfallseelsorge, die einen bitteren Beigeschmack gehabt hätten. Dabei mussten jeweils Todesnachrichten überbracht werden. Für diese Arbeit in schweren Situationen sprach Coordt Bettina vom Brocke und den Seelsorgern Dirk Pollmann und Torsten Beckmann seinen besonderen Dank aus.

Moderne Bauweise für Wehr gefährlich

Des Weiteren ging er auf die erhöhte Gefährdung der Einsatzkräfte durch die heutige Bauweise ein. Sie sorge dafür, dass die Gebäude immer dichter werden. „Daraus resultiert, dass dem Feuer der Sauerstoff entzogen wird und eine unvollständige Verbrennung abläuft. Atemgifte treten vermehrt auf“, erklärte Coordt. Aus diesem Grund sei modernste Gasmesstechnik im Laufe des Jahres angeschafft worden, um die Kameraden zu schützen.

Bürgermeister Jörg Schönenberg dankte den ehrenamtlichen Helfern für den Dienst am Bürger: „Durchschnittlich 14 Mann dieser Einheit an der Einsatzstelle – das ist beachtlich. Dazu ist es besonders erfreulich, hier in Hülscheid viele neue junge Gesichter zu sehen.“

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 6374 Stunden aufgebracht, die sich auf Einsätze, Dienste, Schulungen, technischen Dienst, Fahrzeug- und Gerätehauspflege, Fördervereins-Veranstaltungen und weitere Tätigkeiten aufteilen. Jürgen Berker, Thomas Loidl, Axel Nagel und Jan Philipp Schulze-Ardey (bis zu seinem Studium) verpassten keinen einzigen Dienst.

Einheitsführer Olaf Plautz verabschiedete sich zum Abschluss noch von Gemeindebrandinspektor Dieter Coordt, der am 8. Februar von Dirk Kersenbrock in seinem Amt abgelöst wird. „Wir werden dich und deine angenehme Art vermissen. Du bist aber immer bei den Schueräsen (Bezeichnung für das Höhengebiet, Anm. d. Red.) herzlich willkommen. Wir sind uns sicher, dass Dirk ein würdiger Nachfolger wird“, sagte Olaf Plautz.

Von Rita Jonuleit

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