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Lkw fahren extra langsam - aus Frust über hohe Dieselpreise

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Von: Bettina Görlitzer

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Carsten Koch ist Inhaber der Spedition in Schalksmühle und demonstriert gegen die hohen Preise.
Carsten Koch ist Inhaber der Spedition in Schalksmühle und demonstriert gegen die hohen Preise. ©  Bettina Görlitzer

Aus Frust über die hohen Dieselpreise hat sich ein Spediteur aus dem MK an mehreren Aktionen der Lkw-Fahrer beteiligt - zum Beispiel extra langsam fahren.

Schalksmühle – Einer der ersten Spediteure, die sich in der Region aktiv an Protesten gegen die hohen Dieselpreise beteiligt haben, ist Carsten Koch aus Schalksmühle. Er war am Wochenende bei der großen Demonstration in Köln dabei und berichtet davon, dass die „Fuhrunternehmer so was von zusammenhalten.“ Untereinander sei die Stimmung top. Aber sobald die Rede auf Politik oder Mineralölkonzerne käme, „kippt das sofort.“

Die erste Aktion, an der Carsten Koch sich beteiligt hat, war in der vergangenen Woche ein „Langsam-Fahr-Tag“. Dabei sind alle teilnehmende Lkw innerorts mit maximal 40 und außerhalb geschlossener Ortschaften mit maximal 60 Stundenkilometern unterwegs gewesen und haben sich den Zorn mancher Autofahrer zugezogen. „Die wussten ja nicht, warum wir das machen“, sagt Koch. Es habe einige derbe Beschimpfungen, insbesondere durch entsprechende Handzeichen gegeben.

Dennoch kündigt er an, dass es schon in Kürze weitere Protest-Aktionen von Spediteuren geben soll. Der Schalksmühler ist mit vielen anderen Unternehmern vernetzt und erzählt, das Telefon sei in der vergangenen Woche „heiß gelaufen“ vor Nachrichten wegen des Ärgers und des Frusts über die Dieselpreise.

Er selbst hat ein vergleichsweise kleines Unternehmen, aber schon bei zwei bis drei Fahrzeugen seien die Kraftstoffkosten im Vergleich zum Vorjahr um 500 bis 600 Euro pro Tag gestiegen. „Das kann man nicht auf die Kunden umlegen“, sagt Koch. Er ist vor allem im Baustellenverkehr unterwegs und transportiert unter anderem Material aus Steinbrüchen. Je nach Belastung und Topografie verbrauche so ein Wagen bis zu 60 Liter Diesel auf 100 Kilometern. Der Liter kostet rund einen Euro mehr als noch vor einem Jahr.

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