Besinnliches und Kritisches

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Der Chor „Living Gospel“ sorgte im ausverkauften Gemeindesaal mehrere Stunden für Besinnlichkeit, aber auch für ausgelassene Stimmung. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Die ganze Bandbreite der Gospelmusik erlebten die Besucher der Freien Evangelischen Gemeinde am Samstag an der Jägerstraße. Auf der Bühne standen einmal mehr die Sänger des Schalksmühler Chores „Living Gospel“, die im restlos ausverkauften Gemeindesaal mehrere Stunden für Besinnlichkeit, aber auch für ausgelassene Stimmung sorgten.

Begleitet wurde der Chor unter der musikalischen Leitung von Hans-Werner Scharnowski von einer überaus souverän aufspielenden Band, bestehend aus den Musikern Rolf Edgar Gerlach (Klavier), Hendrik Pieta (Schlagzeug), Dany Hirt (E-Gitarre) und Jan Primke (Bass) sowie den Gastmusikern Markus Lenzing (Posaune), Matthias Knoop (Trompete), Eugen Wall (Alt/Tenor Saxophon) und Klaus Bittner (E-Gitarre).

Der Einmarsch der Sänger wurde mit stimmungsvoller Saxophonmusik begleitet, bevor der Chor ein voluminöses „Hallelujah“ anstimmte. „Bless the lord in my song“ hieß es im Anschluss, wobei Eugen Wall ein erstes, großartiges Saxophon-Solo spielte. Bevor der energetische Song „If I tell god about my problem“ vom Chor angestimmt wurde, erklangen geheimnisvolle Töne der Penny Whistle (Pfennigflöte) als Einstieg.

Einer der ersten Höhepunkte des Konzertes war eine andächtige Version des Songs „Hallelujah“ aus der Feder des kanadischen Singer/Songwriters Leonard Cohen. „Circle of Life“ aus dem Film „Der König der Löwen“ ist laut Werner Scharnowski einer der Stücke, die der Chor „Living Gospel“ am längsten im Repertoire hat. Seinem Erfolg und der bombastischen Wirkung als Chorstück tat dies keinen Abbruch – das Publikum zeigte sich von der Performance begeistert und spendete lang anhaltenden Applaus. Die ältesten und populärsten Gospel-Melodien, die es gibt, fasste der Chor zu einem hörenswerten Medley zusammen.

Mit Klassikern wie „Amen“, „Down by the riverside“, „Let it shine“ oder „Oh happy day“ brachte der Chor sein Publikum zum Singen und zum Tanzen. Ein schönes klangliches Erlebnis stellte auch der langsame Gospel „Mary did you know“ dar, der nicht durch einen eingängigen, melodiösen Refrain, sondern auch durch feine E-Gitarren und Tenor-Sax-Parts zum Erlebnis wurde.

Ein mit augenzwinkernder Konsumkritik versehenes Weihnachtslied, bei dem mal nicht die Weihnachtsgeschichte, sondern die geliebten Geschenke, der Weihnachtsstress und das adventliche Gedudel in Supermärkten besungen wurden, rundeten das hörenswerte Konzert ab. ▪ Björn Othlinghaus

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