Lösung für die Glör-Beteiligung

Die Lösung für die Glör - das passiert nach Hagens Austritt

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Die Zukunft der Maßnahmen an der Glör ist gewisser: Es gibt eine Lösung für den Austritt der Stadt Hagen.

Schalksmühle/Halver - Nach dem Ausstieg der Stadt Hagen aus der Glör GmbH gibt es nun einen Lichtblick. Eine Lösung für das Problem, die Hagener Anteile an dem Projekt auszugleichen, ist in Sicht. Damit sollten auch die geplanten Maßnahmen zur Verschönerung umsetzbar sein.

Da die Stadt Hagen Anfang April beschlossen hatte, zum Jahresende aus der Glör GmbH auszusteigen, mussten sich die anderen Gesellschafter auf eine Verteilung der Hagener Anteile einigen. Eine Lösung ist nun in Aussicht. „Es ist eine Einigung auf Verwaltungsebene erfolgt, wie die acht Prozent von Hagen auf die anderen Gesellschafter verteilt werden“, sagt Hans-Ulrich Wehmann, Geschäftsführer der Freizeitschwerpunkt Glör GmbH (FSG). „Wir bedauern den Austritt von Hagen nach wie vor.“ 

Die Glörtalsperre sei schließlich nicht weit von Hagen entfernt und für die dort lebenden Bürger quasi vor der Haustür. „Aber wir versuchen, das Beste aus der Angelegenheit zu machen.“ Man habe nun eine einvernehmliche Lösung auf der Verwaltungsebene gefasst, wie die Anteile Hagens an der FSG aufgeteilt werden sollen – vorbehaltlich der Zustimmung der politischen Gremien, die noch ausstehe. „Die entsprechenden Beschlüsse werden nun auf den Weg gebracht“, sagt Wehmann. 

Gesellschafter erhöhen ihre Anteile

Vorbehaltlich dieser Beschlüsse ist geplant, dass die Glör-Gesellschafter – mit Ausnahme des Märkischen Kreises – ihren Anteil an der FSG erhöhen. Beabsichtigt ist, dass die Kommunen Breckerfeld, Schalksmühle und Halver ihre Anteile nun um jeweils 1,5 Prozent aufstocken, sodass sie künftig mit 5,5 (Breckerfeld), 4,5 (Schalksmühle) und 2,5 Prozent (Halver) an der FSG beteiligt wären. 

Der Ennepe-Ruhr-Kreis würde ebenfalls seinen Anteil von bisher 25 auf 26,5 Prozent erhöhen und der Regionalverband Ruhr würde künftig mit 53 statt wie bisher 51 Prozent beteiligt sein. Der Anteil des Märkischen Kreises bliebe unverändert bei 8 Prozent.

Finanzielle Auswirkungen noch unklar

Durch die Übernahme der Hagener Gesellschafteranteile stehe die Trägerschaft der FSG auf sicheren Füßen, sagt Wehmann. Wie sich das finanziell auf die anderen Gesellschafter im Detail auswirke, könne er aber noch nicht ganz genau sagen. Sicher ist aber, dass die Gesellschafterbeiträge steigen. „Es ist eine Erhöhung des Betriebskostenzuschusses von circa 100 000 Euro erforderlich, bedingt durch die Erhöhung der Staumauerrücklage und den Abschluss eines Dienstleistungsvertrags mit dem Ruhrverband zum Betrieb der Staumauer“, erläutert Wehmann. 

Die neuen Wirtschaftspläne würden zurzeit erstellt, erst dann könne man präzise Angaben zu den Beiträgen machen und wie sich diese durch die zusätzlich übernommenen Anteile und die Anpassungen erhöhen. „Es werden keine Unsummen für die anderen Gesellschafter“, sagt Wehmann. 

Der Acht-Prozent-Anteil der Stadt Hagen entsprach zuletzt einer Summe von etwa 10 000 Euro, welche ohne eine Anpassung hätten verteilt werden müssen. Bei einer Erhöhung des Betriebskostenzuschusses auf 225 000 Euro, dem die Gesellschafterversammlung bereits zugestimmt hat, dem aber noch die Gremien der einzelnen Gesellschafter zustimmen müssen, wären 8000 Euro mehr zu verteilen, erläutert Wehmann. Dann würde Hagens bisheriger Acht-Prozent-Anteil einer Summe von circa 18 000 Euro entsprechen, die unter den anderen Gesellschaftern aufgeteilt würden.

Thema im Kreisausschuss

Am kommenden Mittwoch, 11. September, ist die Freizeitschwerpunkt Glör GmbH Thema im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Struktur und Verkehr des Märkischen Kreises. Beginn ist um 17 Uhr im Kreishaus in Lüdenscheid, Zimmer 136.

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