Letzter Kinderkleiderbasar der FeG

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Ein letztes Mal hatten sich noch 30 Freiwillige gefunden, die unter anderem den Dienst an der Kasse übernahmen.

Schalksmühle - „Es ist wirklich schade“, resümiert Gabriela Rahn, „aber es ist einfach zu schwierig geworden, ein Team zusammenzustellen“ – und meint das Ende des Kinderkleiderbasars der Freien evangelischen Gemeinde nach 25 Jahren. Der fand am Samstag zum letzten Mal statt.

Grund genug für zahlreiche Besucher, sich diese letzte Chance auf Schnäppchen in den Räumen der FeG nicht entgehen zu lassen. Die Auswahl war groß – die 150 Anbieter, die ihre Waren beim Basar-Team abgegeben hatten, konnten jeweils 40 Teile anbieten – 6000 Artikel standen so zum Kauf.

Doch dieses große Angebot braucht eben auch viel Vorbereitungszeit und ein großes Team: „Eigentlich ging es immer schon mittwochs los. Dann wurden die Bestuhlung ab- und die Verkaufstische und Kleiderständer aufgebaut. Ebenso die Kassenstände und die Cafeteria.“

Donnerstags folgte die Annahme die Waren, die alle jeweils noch einmal kontrolliert wurden. „Schmutzige und kaputte Kleidung haben wir immer gleich aussortiert“, so Rahn. Dann folgten die Sortierung nach Größen, das Auslegen auf den Tischen und freitags der Verkauf für die Schwangeren, bevor sich am Samstag die Türen für die Besucher öffneten.

Und natürlich braucht es auch während des Basars Helfer, die ihre Zeit opfern – bei der Beratung der Besucher, an den Kassen und in der Cafeteria. Insgesamt brauchte es so jeweils ein Team von 30 Freiwilligen – die immer schwerer zusammenzukriegen waren, berichtet Rahn.

Denn auch nach dem Basar warteten auf die Helfer noch zahlreiche Aufgaben – so mussten alle Artikel, die nicht verkauft wurden, wieder den jeweiligen Anbietern zugeordnet und natürlich deren Erlös errechnet und verteilt werden. „So gehen alle Kleidungsstücke und Angebote wirklich zwei Mal durch unsere Hände“, so Rahn.

Jeweils zehn Prozent des Gesamtumsatzes hat die FeG während der vergangenen 50 Basare für einen guten Zweck gespendet. „Wir haben das mal überschlagen – wir konnten jeweils nach den Basaren rund 1000 Euro spenden –über die Jahre waren das also 50 000 Euro für gute Zwecke. Das wird natürlich auch fehlen“, so Rahn.

In diesem Jahr etwa fließt das Geld in ein Projekt in einem Township in Südafrika, bei dem Kinder betreut werden und Freizeiten mit den Jungen und Mädchen veranstaltet werden.

Zudem seien im Laufe der Jahre immer mehr andere Basare veranstaltet worden, erläutert Rahn die Gründe für die Aufgabe des FeG-Basars. „Als wir angefangen haben, waren wir im Umkreis die einzigen mit einem solchen Angebot.“ Das mache sich auch bei der Zahl der Anbieter bemerkbar: „In manchen Jahren mussten wir zig Leuten absagen, weil wir die Obergrenze bei 200 gesetzt hatten.“

Dabei sei der Andrang am Verkaufstag stets groß gewesen – so auch am Samstag. Ein letztes Mal waren dort gut gebrauchte Kleidung, Schuhe und Jacken im Angebot. Doch auch Spielzeug, Gesellschaftsspiele, Räder und Roller, Bücher und Hörspiele wechselten am Samstag den Besitzer.

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