Neue "Denkfabrik" für Jung

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Die Villa von Jung-Firmengründer Albrecht Jung an der Bergstraße soll in Zukunft zur neuen „Denkfabrik“ des Unternehmens werden. Dafür wird das Gebäude umgebaut und erhält einen Anbau mit Glasfasade.

Schalksmühle - Seit 2015 steht die Villa von Jung-Firmengründer Albrecht Jung an der Bergstraße leer. Das soll sich in Kürze ändern und das Gebäude in Zukunft als „Denkfabrik“ einen identitätsstiftenden Ort der Marke Jung darstellen.

Für den geplanten Umbau und die Erweiterung der Villa lobte das Unternehmen Anfang 2017 einen Realisierungswettbewerb für junge Architekturbüros aus. Jetzt wählte eine Fachjury unter Vorsitz von Prof. Michael Schumacher aus 33 eingereichten Arbeiten drei Preisträger und zwei Entwurf-Käufe aus. 

Gegenstand des Wettbewerbs war die Umstrukturierung des dreigeschossigen Wohngebäudes unter Berücksichtigung der konzeptionellen Neuausrichtung als neues Begegnungs- und Dienstleistungszentrum. „Für die Villa sollte eine nachhaltige Architektursprache gefunden werden, die auch über die nahe Zukunft hinaus den Ansprüchen der Nutzer und vor allem dem Selbstverständnis des Unternehmens gerecht wird“, bekräftigte Deniz Turgut (Head of Marketing bei Jung) in der Jurysitzung die Intention des Auslobers. 

Die Fachjury, bestehend aus Prof. Sabine Keggenhoff, Elke Reichel, Peter Cachola Schmal, Prof. Jan Kleihues, Prof. Roger Riewe, und Prof. Michael Schumacher, lobte die hohe Qualität aller Arbeiten und entschied gemeinsam mit den Sachpreisrichtern von Jung, den Entwurf des Büros nga Nehse & Gerstein Architekten BDA aus Hannover mit dem ersten Preis zu prämieren.

Die Arbeit überzeugte durch „ihre architektonischen Qualitäten, durch die Situierung und Proportionierung des Neubaus und den respektvollen Umgang mit der bestehenden Villa“, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens zum Juryentscheid. Der Entwurf stärke die Identität des Ortes, indem er die bestehende Villa freistellt, neue Blickbezüge und Perspektiven generiert und die Gartenanlage durch die daraus resultierende räumliche Fassung deutlich aufwertet. 

Neben der Villa soll abgesenkt als Neubau ein langgestreckter Baukörper mit Glasfassade entstehen, der das Herzstück des neuen Begegnungs- und Dienstleistungszentrums bildet. Die Dachfläche wird als großzügige Terrasse auf dem Eingangsniveau ausgebildet, die den Besuchern einen spannenden Blick ins Tal freigibt. 

Zweite Preise im Realisierungswettbewerb erhielten die Kooperation der Architekten Feyyaz Berber und Timo Steinmann aus Köln, die sich als Anbau für einen allseitig verglasten Pavillon entschieden hatten, und das Studio Yonder aus Stuttgart mit ihrem Entwurf eines freien Pavillons in eigenständiger, spielerischer, leichter Art und Weise. „Um eine besondere Anerkennung auszusprechen, wurden die Arbeiten der Büros Studio 2xK aus Münster und Buruckerbarnikol aus Dresden jeweils mit einem Ankauf gewürdigt“, teilt Jung mit. Wann mit dem Umbau- und Erweiterungsarbeiten an der Villa begonnen wird, steht noch nicht fest.

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