Leader-Fachgruppe Dorfentwicklung hat viele Ideen

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Die Teilnehmer der Projektgruppe Dorfentwicklung diskutierten zahlreiche Ideen für eine Bewerbung um Fördermittel aus dem Leader-Programm.

Schalksmühle - „Bürgerbeteiligung ist alles. Hier haben wir den Partizipationsprozess, den wir immer wollen.“ Auf dem Weg zur Leader-Region „Oben an der Volme“ machte Bürgermeister Jörg Schönenberg am Mittwoch im Rathaus beim ersten Treffen der Fachgruppe Dorfentwicklung Mut zu reger Bürgerbeteiligung.

Das EU-Programm Leader (Liaison entre actions de développement de l’économie rurale“) sei keine Entscheidung der Politik, vielmehr hätten die Bürger in den jeweiligen Kommunen die Chance, die Region voranzubringen und Zukunft gemeinsam zu gestalten. Bekanntlich zielt das Förderprogramm der EU auf die Entwicklung des ländlichen Raums. Unter Federführung von Susanne Neumann von der „neuland+ Tourismus, Standort- und Regionalentwicklung GmbH & Co. KG“ als Ansprechpartnerin für das örtliche Projekt und Susanne Arlinghaus (Moderation) machte sich die Fachgruppe Dorfentwicklung über förderungswürdige Maßnahmen Gedanken. Fachleute aus den vier Volme-Kommunen Halver, Kierspe, Meinerzhagen und Schalksmühle sowie interessierte Bürger nahmen an der öffentlichen Veranstaltung, die Workshop-Charakter hatte, teil. Insgesamt beschäftigten sich 29 Teilnehmer mit neuen Impulsen für die Region.

Über die Rahmenbedingungen von Leader und Projektbeispiele aus der laufenden Förderperiode informierten Susanne Neumann und Susanne Arlinghaus die Gruppe. Ziel von Leader sei die Förderung einer eigenständigen und nachhaltigen Regionalentwicklung im ländlichen Raum. Auf dem Weg dorthin machte sich die Gruppe in einem ersten Schritt über die Stärken und Schwächen der Region Gedanken. In vier Arbeitsgruppen zur Wohnumfeld-Verbesserung, zu Leerständen und Ortskernsanierung, zur Stärkung des sozialen Engagements und zur Stärkung des Zusammengehörigkeitsgefühls gingen die Teilnehmer ins Detail.

Wünschenswert sei es unter anderem, so die Arbeitsgruppe Wohnumfeld-Verbesserung beim Zusammentragen der Ergebnisse, bedarfsgerechte Verweilmöglichkeiten (Fahrradraststationen, Generationenplätze etc.) zu schaffen. Leerstehende Immobilien zu reaktivieren und in altersgerechte Wohnungen für Senioren umzubauen (Gruppe Leerstände), eine Oben-an- der-Volme-Hilfsbörse aufzubauen (Soziales Engagement), vereinsübergreifende Projekte zu starten (Gruppe Zusammengehörigkeit stärken) und vieles mehr standen als Ideen im Raum. Die vielfältigen Ideen gelte es jetzt zu konkretisieren und zu überlegen, welche Maßnahmen im Sinne von Leader förderfähig seien, erklärte Susanne Neumann.

Gute Chancen räumte sie Maßnahmen ein, die auf Austausch und Netzwerkarbeit abzielen, mit ihrer Reichweite in die Gesamtregion ausstrahlen oder Innovationscharakter haben. Wie sie ausführte, beteiligen sich in Nordrhein-Westfalen rund 40 Bewerberregionen am Wettbewerb um die Leader-Fördergelder. Circa 22 davon kommen zum Zuge. Mitte Februar ist Abgabeschluss der Bewerbung. Vor der Abgabe ist eine öffentliche Abschlussveranstaltung am 21. Januar vorgesehen. Wo, steht noch nicht fest. - Von Monika Salzmann

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