Landrat Thomas Gemke besucht CDU-Ortsverein

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Bei einem Treffen der CDU und der Seniorenunion war am Dienstag Landrat Thomas Gemke (links) zu Gast. Gunther Maat (Vorsitzender Seniorenunion), Ludwig Schweig (Pressesprecher der Seniorenunion), Ulrich Paffenbach (stellv. CDU-Fraktionsvorsitzender) und Jörg Weber (CDU-Bürgermeisterkandidat) freuten sich über den Besuch.

Schalksmühle - Mit einem Appell an die Bürger, am 25. Mai zur Wahl zu gehen, startete Landrat Thomas Gemke am Dienstag seinen Vortrag mit anschließender Diskussion bei einem Treffen der CDU und der Seniorenunion in der Gaststätte Schinderhannes.

Nachdem er seinen Zuhörern einleitend die wichtigsten Aufgaben des Märkischen Kreises von der Lebensmittelkontrolle über Fahrzeug-An- und Abmeldungen bis hin zur Wohnungsbauförderung erläutert hatte, sparte Gemke nicht mit ausgiebiger Kritik an der Politik der Landesregierung. Während der Märkische Kreis verstärkt Stellen abbaue und seine Spar-Bemühungen in vielen Bereichen vorantreibe, sei Sparen für die Landesregierung ein Fremdwort.

„In Düsseldorf gibt es keinen Stellenabbau, es wird vielmehr der Personalkörper permanent neu aufgebläht“, so Gemke. Kritik äußerte der Landrat auch an der Solidaritätsumlage, die finanzstarke Gemeinden in NRW an ärmere Kommunen zahlen müssen. „Es kann nicht sein, dass Gemeinden in der Region Südwestfalen, die gut wirtschaften, Kommunen im Ruhrgebiet unterstützen, damit diese mit ihrer Misswirtschaft einfach fortfahren können.“

Südwestfalen müsse zudem in Deutschland stärker als wichtige Industrieregion wahrgenommen werden, die sie inzwischen ist. „Bei uns arbeiten doppelt so viele Menschen in der Industrie als im Ruhrgebiet, und es fährt weltweit kein Auto mehr, in dem sich keine in Südwestfalen hergestellten Teile befinden.“ Für diese Industriekultur müssten die Voraussetzungen geschaffen werden, zum Beispiel eine gute Infrastruktur. Doch auf Landesebene werde auch in diesem Bereich alles nur zerredet und nichts umgesetzt.

Dieser Kritik schloss sich CDU-Bürgermeisterkandidat Jörg Weber im Bezug auf die kommunale Ebene und mit Blick auf die derzeit treibende Kraft in Schalksmühle, die UWG, an, auf die er sich allerdings nur indirekt bezog. „Es wird in Schalksmühle zu viel geredet, die Entscheidungswege sind zu lang und es tut sich nichts“, kritisierte Weber. Einzig der Kreisverkehr, der nicht von der Gemeinde umgesetzt worden sei, habe Fortschritte gemacht, während bei Projekten wie dem Volmepark Stillstand herrsche und beim Neubaugebiet Stallhaus noch kein Spatenstich erfolgt sei.

„Wenn die derzeit für Schalksmühle sehr wichtige Kraft ihren Status weiter halten kann, wird sich im Ort auch in den kommenden Jahren nichts bewegen“, ist sich Weber sicher.

Von Björn Othlinghaus

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