Weihnachtsgeschäft 

Ist der Ortskern attraktiv? So lief das Weihnachtsgeschäft für den Einzelhandel

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Floraloca: Das Weihnachtsgeschäft lief für Inhaberin Tanja Wesnigk gut. Sie startete direkt mit einer Adventsausstellung im neuen Laden.

Schalksmühle - Alle Jahre wieder stapeln sich unter den Weihnachtsbäumen die Geschenke. Die Einzelhändler in Schalksmühle sind mit dem diesjährigen Weihnachtsgeschäft zufrieden, wie ein kleiner Streifzug entlang der Bahnhof- und Mühlenstraße nach den Feiertagen zeigt.

Vor allem in den typischen Läden für Präsente an die Lieben zieht man ein positives Fazit. „Der Dezember lief, wie schon im vergangenen Jahr, gut, auch wenn Schuhe nicht unbedingt ein Weihnachtsgeschäft sind“, sagt Petra Nicolay von Schuhe Nicolay an der Bahnhofstraße. Zu den Verkaufsschlagern in den Wochen vor dem Fest gehören bei ihr Accessoires wie Schals oder Handtaschen. Auch Pantoffel seien als Weihnachtsgeschenk beliebt. 

„Wir sind sehr zufrieden. Vor allem möchte ich mich bei den Kunden bedanken, die die zwischenzeitlichen Einschränkungen durch die Renovierung des Kellers mitgemacht haben“, sagt die Inhaberin, die einen Wasserschaden in ihrem Lager zu beklagen hatte. Für Tanja Wesnigk begann das Weihnachtsgeschäfts sofort mit einer Besonderheit. 

Die Inhaberin von Floraloca zog bekanntlich Ende November von der Bahnhofstraße an den Rathausplatz, wo sie das ehemalige Blumengeschäft Rössler übernahm. „Wir sind sehr gut im neuen Laden angekommen und haben gleich mit der Adventsausstellung gestartet, die sehr gut angenommen wurde“, freut sich die Floristin. „Das Geschäft lief also gut, würde ich sagen. Einen Vergleich zum Vorjahr zu ziehen, finde ich schwierig, da wir mit dem neuen Laden an Größe und damit auch an Kunden gewonnen haben. 

Konnis Obst- und Gemüse: Die Kunden legen großen Wert auf Frische und Bioprodukte.

Im kommenden Jahr kann ich das besser beurteilen.“ So viel sei aber sicher: Mit roten Amaryllis und weihnachtlich dekorierten Alpenveilchen gingen auch in 2019 bei ihr die Klassiker über die Verkaufstheke. Nicht schlechter, als im vergangenen Jahr, so beurteilt Martina Sirges, Inhaberin von Michél Mode für Sie an der Bahnhofstraße das Weihnachtsgeschäft. 

Michél Mode: Einen Verkaufsklassiker hat Martina Sirges nicht. Gekauft werde alles.

Der einzige Unterschied, den die Geschäftsfrau feststellen kann: „Die Kunden kaufen bewusster ein. Sie wissen schon im Vorfeld genau, was sie möchten. Das war vor 20 Jahren noch anders. Da sieht die Welt heute anders aus.“ Einen wirklichen Verkaufsschlager gebe es bei ihr nicht. Als Geschenk werde in dem Modehaus alles eingekauft – vom Schal über einen Pullover bis hin zur Hose sei alles dabei. Nicht ganz so gut wie im Vorjahr lief es im Dezember im Obst- und Gemüseladen von Konni Krause am Rathausplatz. „Viele Firmen machen Kurzarbeit. Die Leute sind deshalb zurückhaltender bei ihrem Einkauf“, so die Erklärung der Inhaberin zu dem etwas schlechteren Weihnachtsgeschäft.

Fleischerei Geier: Heike Kaufmann ist sehr zufrieden.

Die Geschäftsfrau hofft, dass in den verbleibenden Tagen des Jahres noch ein paar mehr Kunden kommen. Guten Umsatz brachten, anders als erwartet, nicht Orangen, Mandarinen & Co., sondern frischer Feldsalat und Pilze, Brokkoli, Blumenkohl und Romanesco ein. Speziell Bioprodukte seien sehr gefragt. „Die Kunden legen da großen Wert drauf.“ 

In der Fleischerei Geier blickt Heike Kaufmann sehr positiv auf den Dezember zurück. „Es lief super. Genauso wie im vergangenen Jahr sind wir zufrieden. Es hat sich nichts verändert.“ Vor allem Pute, Wild und Rouladen fanden sich bei den Kunden auf den Festtafeln wieder. Doch der wahre Renner sei die schlesische weiße Bratwurst. „Das ist immer der Wahnsinn“, beschreibt die Filialverantwortliche den großen Ansturm auf die Wurstspezialität.

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