Lässig und entspannt

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Chris Hopkins (Alt-Saxophon), Colin T. Dawson (Trompete), Bernd Lhotzky (Piano) und Oliver Mewes (Schlagzeug) standen am Sonntag erstmals auf der Bühne des Bauernhauses Wippekühl.

SCHALKSMÜHLE ▪ Seit 14 Jahren ist die Formation „Echoes of Swing“ in unveränderter Besetzung unterwegs und begeistert die Jazz-Fachwelt mit einer ungewöhnlichen Instrumentenkombination und einem unverwechselbaren Klang.

Chris Hopkins (Alt-Saxophon), Colin T. Dawson (Trompete), Bernd Lhotzky (Piano) und Oliver Mewes (Schlagzeug) waren am Sonntag im Bauernhaus Wippekühl zu Gast. Obwohl sie hier erstmals auf der Bühne standen, sind die Musiker in der Region längst keine Unbekannten mehr – unter anderem gaben sie ihr riesiges Swing-Jazz-Repertoire bereits auf Einladung des Jazzclub Lüdenscheid im Lüdenscheider Brauhaus zum Besten.

Aber auch im Ausland sind die „Echoes of Swing“ erfolgreich und traten in Japan, Amerika und auf den Fidschi-Inseln auf, denn ihr humorvoll dargebotener Swing im Stil der 20er bis 40er Jahre, den sie aufgrund ihrer engen Arrangements als „kammermusikalisch“ bezeichnen, kommt überall bestens an.

Im Bauernhaus hatten die vier Musiker, die neben Cover-Versionen oft selten gespielter klassischer Stücke auch zahlreiche Eigenkompositionen im Programm haben, unter anderem auch Songs aus ihrem aktuellen Erfolgs-Album „Message From Mars“ im Gepäck. Das Werk wurde nicht nur in Paris mit dem „Prix de L’Accadémie du Jazz“, sondern auch mit dem begehrten „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ ausgezeichnet. Vor allem aufgrund des angenehmen Altweibersommer-Wetters ging es am Sonntag im Bauernhaus lässig und entspannt zu – die Musiker spielten bei geöffneter Tür, so dass es sich die meisten Jazz-Freunde vor dem Bauernhaus gemütlich machen konnten. Ihr mit viel Enthusiasmus und Spielfreude dargebotenes Programm zeichnete sich vor allem durch längst vergessene Perlen der Musikgeschichte aus. Die Idee, das verspielte, im Jahr 1927 entstandene „Delirium“ zu entstauben, kam den Musikern zum Beispiel, nachdem sie sich nach Erhalt des Preises der deutschen Schallplattenkritik etwas zu viel Wein und Absinth gegönnt hatten.

Überaus fröhlich und spielfreudig brachten die Musiker, die zwischenzeitlich auch schon einmal klassische Werke von Chopin oder Beethoven swingend interpretieren, einen Song von Fats Waller mit dem epischen Titel „I wish that I where twins, so I can love twice as much as I do“ auf die Bühne. Zwischendurch konnten sich die Jazzfreunde wie immer mit kleinen Snacks und Getränken stärken, für die einmal mehr der Freundeskreis des Bauernhauses Wippekühl verantwortlich zeichnete. ▪ bot

http://www.echoes-of-swing.de

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