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B54: Anwohner äußern Probleme durch A45-Sperrung

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Von: Monika Salzmann

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Rund 40 Bürger kamen zur Info-Veranstaltung der UWG zum Thema Verkehrsbelastung der B54.
Rund 40 Bürger kamen zur Info-Veranstaltung der UWG zum Thema Verkehrsbelastung der B54. © Salzmann, Jakob

Lärm, Abgase, lange Wartezeiten bei der Ausfahrt und gefährliche Situationen bei der Einreihung in den fließenden Verkehr.

Schalksmühle - Der Verkehr auf der B54, der durch die Sperrung der A45-Rahmedetalbrücke stark zugenommen hat, bereitet den Schalksmühlern zunehmend Probleme. Besonders die Verkehrsanbindungen Strücken, Bahnhofstraße und Flaßkamp sind betroffen. Gefährlich stellt sich die Situation auch für Fußgänger und Radfahrer dar.

Die Probleme Betroffener mit dem Verkehr auf der B54 rückte die UWG am Dienstag bei ihrem gut besuchten Stammtisch im Anglerheim Strücken in den Fokus. Rund 40 Teilnehmer hießen Ratsherr Volker Quinkert und der UWG-Fraktionsvorsitzende Klaus Nelius bei dem Treffen, bei dem Bürgermeister Jörg Schönenberg zu drängenden Fragen Rede und Antwort stand, willkommen. Lüdenscheids Bürgermeister Sebastian Wagemeyer, der als Brückenbeauftragter für den Abriss und Neubau der Talbrücke Rahmede eingeladen worden war, sagte sein Kommen aus Termingründen indes ab.

Keine Chance für Linksabbieger

Wie schwierig und gefährlich die Ausfahrt auf die B54 über die vom Hochwasser beschädigte und verengte Brücke – als einzige Zufahrt zum Ortsteil ein großes Sorgenkind der Anwohner – für die Strückener ist, schilderte Volker Quinkert zu Beginn der Veranstaltung. Von Wartezeiten bis zu zehn Minuten, schlechter Einsehbarkeit durch die hochgewachsene (von ihm zurückgeschnittene) Böschung und Gefahr durch überholende Fahrzeuge war die Rede.

Entschärfen könne die Situation eine Bedarfsampel wie in Dahlerbrück und eine Geschwindigkeitsbegrenzung, verbunden mit einem Überholverbot. „Flaßkamp, Strücken und Bahnhofstraße müssen gesichert werden“, räumte Jörg Schönenberg, der die Anwohner auf eine Vielzahl von Baustellen und Beeinträchtigungen – darunter Hangsicherungsmaßnahmen und die angedachte Ertüchtigung (Absenkung) der B54 für den Schwerlastverkehr ab Herbst – in nächster Zeit vorbereitete, ein. „Wir sind an vielen Themen dran“, erklärte er.

Vielfältige Probleme im Zusammenhang mit der Autobahnsperrung – angefangen bei den Gefahren für den Radverkehr bis hin zu den Staus, die die Anwohner in Sonnenscheid, Albringwerde und Winkeln plagen – sprach er an. Skeptisch zeigte er sich im Hinblick auf die von der UWG angeregte Bedarfsampel. „Eine Ampel werden wir nicht bekommen“, meinte er. Das geforderte Freischneiden der Böschung könne die Gemeinde übernehmen. Für die Fußgängersicherung müsse Geld in die Hand genommen werden.

Auch Waldwege werden Thema

Dringend mahnten die Strückener bei dem Treffen eine Ertüchtigung der Wald-Holzabfuhrwege an. „Kein Feldweg ist mit Rettungswagen befahrbar“, lautete die übereinstimmende Meinung. „Wenn die Brücke zu Schaden kommt, muss unmittelbar etwas passieren.“ Die Brücke sei sicher, beruhigte der Bürgermeister. Auch die Waldwege seien ein Thema. „Wir werden sie nach und nach herrichten.“ Nicht zuletzt wegen der zunehmenden Waldbrandgefahr. Dennoch sei es nicht optimal, eine Siedlung nur durch eine Straße zu erschließen wie im Strücken geschehen. „Wir lassen die Strückener nicht im Regen stehen.“

Die geplante Absenkung der B54 nahm Klaus Nelius zum Anlass, sich trotz der Skepsis des Bürgermeisters für eine Versuchsampel auszusprechen. In Dahlerbrück werde der Querverkehr durch die Ampel kaum behindert. Alle Ressourcen einzusetzen, um Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing die Dimensionen der A45-Sperrung vor Augen zu führen und den Durchgangsverkehr aus der Region herauszuhalten, forderte André Trimpop (1. Vorsitzender der UWG) ein. In diesem Zusammenhang wiesen Anwohner auf die Petition von Wallburga Jung – zu zeichnen unter www.change.org (Petition Rahmedetalbrücke) – zum schnelleren Neubau der Brücke hin.

Abschließend schilderten Anwohner, die direkt an der Volmestraße wohnen, ihre Situation. „Nicht auszuhalten“ seien Lärm und Schmutz. Zu überdenken bat Jörg Schönenberg den Vorschlag, Autofahrer aus Richtung Strücken, die von der B54 links in die Bahnhofstraße abbiegen möchten, über den Kreisel zurück zur Einmündung zu leiten, um Rückstaus zu verhindern. Im Flaßkamp sei ein entsprechender Vorschlag gescheitert.

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