Kunstrasenplatz wird erst später fertig

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Während die Maßnahmen am Funktionsgebäude weiterlaufen, beginnt der Bau des eigentlichen Kunstrasenplatzes erst Ende August.

Kuhlenhagen - Die Fertigstellung des Kunstrasenplatzes in Kuhlenhagen verzögert sich. Unvorhergesehene Probleme mit der Entwässerung des Platzes sind Grund für die Planänderung. Das Jubiläums-Handballturnier des TuS Linscheid-Heedfeld zum 100-jährigen Bestehen des Vereins findet aber nach wie vor vom 23. bis 24. August statt.

Dafür bleibt der Platz in seinem jetzigen Zustand und wird nur etwas hergerichtet. Die weiteren Bauarbeiten beginnen erst danach und werden voraussichtlich Ende Oktober abgeschlossen.

Eigentlich sollte das beauftragte Bauunternehmen Strabag bereits vor mehr als drei Wochen mit den Maßnahmen zum Bau des Kunstrasenplatzes beginnen. Doch die für die Entwässerung des Platzes vorgesehenen Flächen eigneten sich letztlich doch nicht für diesen Zweck. „Der Boden ist nicht versickerungsfähig genug, weil er zu lehmig ist“, erklärt Oliver Emmerichs vom Fachbereich Planen und Bauen der Gemeinde.

Um die Entwässerung zu gewährleisten, hätte unter diesen Umständen eine viel größere Fläche bearbeitet werden müssen. Die Kosten dafür hätten bei rund 100 000 Euro gelegen. Nun mussten neue Flächen gefunden und ein neues Gutachten erstellt werden. Die dadurch entstandenen Kosten liegen laut Emmerichs bei rund 5000 Euro. Die neuen Flächen muss die Gemeinde zusätzlich anpachten. „Mit der neuen Lösung zahlen wir für die Erdarbeiten aber trotzdem nur 20 Prozent der ursprünglichen Summe, da die Kosten jetzt bei rund 20 000 Euro liegen“, erklärt Emmerichs. Die Verwaltung sei von den Problemen überrascht gewesen, weil man davon ausgegangen war, dass der Bau des Platzes reibungslos vonstatten gehen könnte.

Durch die Verzögerung hatte das beauftragte Bauunternehmen seine Mitarbeiter auf anderen Baustellen eingesetzt und könnte nun nur mit verkleinerter Besetzung starten. „So würde zwar der Kunstrasenplatz möglicherweise bis zum Fest des TuS Linscheid-Heedfeld fertig, aber die Flächen drum herum wären noch Baustelle und sicher kein angemessener Rahmen für eine 100-Jahr-Feier“, sagt Emmerichs. Auch bestehe die Gefahr, dass die Festbesucher und Spieler Dreck auf den Platz tragen, wodurch die Kunstrasenmatten beschädigt werden könnten.

Am Montagabend teilte die Verwaltung den Verantwortlichen des TuS Linscheid-Heedfeld und des TuS Stöcken-Dahlerbrück (TSD) die Verzögerung mit. Während sich ein Vertreter des TSD auf Anfrage unserer Zeitung nicht zu den Planänderungen äußern wollte, sagte Karl-Heinz Eckern, stellvertretender Vorsitzender des TuS Linscheid-Heedfeld, dass man natürlich enttäuscht sei, man es aber nicht ändern könne. „Die Gemeinde hat uns zugesichert, dass wir unser Turnier abhalten können, und das ist die Hauptsache.“ Das sei dem Verein lieber, als wenn der Platz mit Gewalt hergerichtet würde und der Rest noch nicht fertig sei. „Wir haben das einvernehmlich besprochen und akzeptiert.“

Von Alisa Kannapin

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