Kunstrasen soll nächstes Jahr spielbereit sein

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Nach der Sommerpause im kommenden Jahr könnte die Sportanlage in Kuhlenhagen zu einem Kunstrasenplatz umgebaut sein, davon geht Planer Frank Baumann aus.

SCHALKSMÜHLE -  Die Überlegungen, einen Kunstrasenplatz in Kuhlenhagen zu errichten, werden immer konkreter. Das Stuttgarter Architektur- und Ingenieurbüro Frank Baumann hat zwei Varianten für einen Kunstrasenplatz erarbeitet, diese stellte Baumann im Bau- und Planungsausschuss vor.

Beide Pläne sehen vor, einen Kunstrasenplatz zu bauen, um den später eine Laufbahn gebaut werden kann. Die beiden Möglichkeiten unterscheiden sich in den Spielfeldgrößen. Der kleinere Platz hätte eine Netto-Größe von 97 mal 60 und der größere von 100 mal 64 Meter. Der derzeitige Naturrasenplatz hat eine Größe von 87,5 mal 47 Meter. Dadurch müsste das Areal vergrößert werden. im Zuge dessen müsste auch die Hecke, die derzeit den Platz einfasst, entfernt werden. Die nötige Vergrößerung soll über die Pachtung von Flächen erfolgen. Außerdem sollen neben dem ehemaligen Steinbeisser-Gebäude (Golden House) in Richtung Gewerbegebiet Flächen gepachtet werden. Dort soll ein zweiter Parkplatz mit rund 30 Stellplätzen entstehen. Eine Erweiterung in Richtung Gewerbegebiet sei darüber hinaus denkbar.

Frank Baumann: „Ich empfehle Ihnen, den größeren Platz zu bauen und wenn es denn eines Tages gewünscht wird, ist es problemlos möglich, eine 400-Meter-Laufbahn um den Platz herum zu errichten.“ Allerdings müsste in diesem Fall der Beachvolleyballplatz weichen. Falls es für die Gemeinde infrage kommt, eine Laufbahn zu errichten, schlug Baumann vor, eine Tribüne aus Steinplatten in einen Erdwall zu errichten. „Der Vorteil ist, dass man die Konstruktion schnell und kostengünstig versetzen könnte“, sagte Baumann. Bis zu 260 Zuschauer könnten dort untergebracht werden.

Der Ausschussvorsitzende Klaus Nelius lobte diesen Vorschlag: „Sie haben den Ruf eines sparsamen Schwabens erfüllt.“

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Michael Schwalm appellierte an die Verwaltung und die anderen Parteien, sich die Optionen für die Laufbahn offen zu halten. „Wir wissen nicht, was noch kommt.“ Dietmar Daßler von der FDP wollte wissen, was es kostet, die Laufbahn jetzt zu errichten und was es kostet, wenn dies in einigen Jahren geschehe. „Das können wir nicht genau sagen“, antwortete Baumann. Doch er könne sagen, dass es erhebliche Mehrkosten seien. Auf Wunsch von Daßler führte Baumann die Baukosten aus: Für Erdarbeiten, Entwässerung, Beleuchtung sowie die Herrichtung des eigentlichen Kunstrasenplatzes sprach er von Kosten von rund 450 000 Euro reine netto Baukosten. Dazu kämen Kosten für den Parkplatz, die sanitären Anlagen, Umkleiden und andere Maßnahmen. Dietmar Daßler bat die Verwaltung daher, die Gesamtkosten aufzustellen. „Die brauchen wir, um letztlich eine Entscheidung zu fällen.“

Der Ausschuss nahm bei seiner Sitzung nur Kenntnis. Die Pläne sollen weiter konkretisiert werden und dann der Politik wieder vorgelegt werden.

Frank Baumann, der seit mehr als 30 Jahren Sportplätze in ganz Deutschland und unter anderem drei Kunstrasenplätze in Lüdenscheid sowie einen in Herscheid errichtet hat, geht davon aus, dass die Aufträge im März 2014 vergeben werden könnten. Spielbereit sei der Platz dann nach der Sommerpause. - mc

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