Kunstrasen für Kuhlenhagen?

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In Kuhlenhagen könnte bald Kunstgras sprießen. Die Verwaltung prüft derzeit alternative Standorte für einen Kunstrasenplatz. Am Jahnsportplatz gibt es eine Reihe von Problemen. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Der Ball rollt wieder: Nach dem Antrag der UWG für die Errichtung eines Kunstrasenplatzes lag der Ball bei der Verwaltung. Nach Informationen unserer Zeitung ist jetzt Kuhlenhagen als möglicher Standort für den Kunstrasenplatz im Spiel.

„Wir sind im Prüfungsverfahren – dabei wird auch nach einem geeigneten Standort gesucht“, erklärte Bürgermeister Jörg Schönenberg auf Anfrage. Es gebe „gewisse Gründe“, die gegen einen Kunstrasen am Jahnsportplatz sprechen. Wichtigstes Argument, das gegen den Platz an der Bergstraße spricht, sind die verschiedenen Bedürfnisse der Nutzer – also der Leichtathleten, Fußballer und der Schulen.

Denn: Für die Anlage eines Kunstrasen-Fußballfeldes ist die Fläche zu klein. Die Standardbreite beträgt 60 Meter – um dies am Jahnplatz zu realisieren, müsste die Laufbahn entfernt werden.

Abweichende – kleinere – Maße könnten schwere Folgen haben: Im Fall eines Aufstiegs des TuS Stöcken-Dahlerbrück in die Bezirksliga bräuchte der Verein eine besondere Spielerlaubnis des Fußball- und Leichtathletikverbandes – ohne Genehmigung wäre ein Spielbetrieb nicht möglich.

Aus diesem Grund prüft die Verwaltung alternative Standorte zum Jahnsportplatz. Gut informierte Quellen sprechen davon, dass Kuhlenhagen derzeit der Favorit sei – unter anderem wegen der topografischen Lage und der bereits vorhandenen Infrastruktur wie Umkleiden und ähnliches. Zu den Informationen unserer Zeitung sagte Jörg Schönenberg: „Gespräche stehen an. Sicherlich auch mit dem TuS Linscheid-Heedfeld.“ Allerdings sei definitiv noch keine Entscheidung gefallen. „Im späten Frühjahr werden wir dann wohl eine Vorlage für die Politik erstellen“, meinte der Bürgermeister.

Darin sollen auch andere Fragen wie Kosten, Finanzierungsmodell und Eigentumsverhältnisse geklärt werden. Schönenberg: „In Zeiten knapper Kassen, kann die Verwaltung ein solches Projekt nicht alleine stemmen. Da muss Geld auch von anderer Seite kommen.“ Im aktuellen Haushalt sind bisher Planungskosten in Höhe von 70 000 Euro vorgesehen. ▪ mc

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