Kuhlenhagen gleicht einer Steppe

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Noch wirkt die Fläche in Kuhlenhagen wie eine Steppenlandschaft, doch bei weiterhin gutem Wetter kann in den nächsten Wochen der Kunstrasen verlegt werden. Zunächst erledigt das Bauunternehmen Strabag aber andere Arbeiten auf der Anlage.

Kuhlenhagen - Was noch vor Kurzem eine saftige grüne Rasenfläche war, sieht nun aus wie eine trockene Steppenlandschaft. Doch die hellbraune Erdfläche ist nur von kurzer Dauer, denn sie weicht demnächst einem ebenfalls grünen – dann aber unechtem – Rasen. In Kuhlenhagen arbeitet das Bauunternehmen Strabag derzeit an der Erstellung des Kunstrasenplatzes.

Doch das trockene Aussehen der Erdmassen täuscht, denn die Erde ist an einigen Stellen noch feucht und der Boden gibt nach. Das derzeit trockene Wetter begünstigt zwar die Arbeiten, doch erst am Donnerstag wird feststehen, ob die Drainage-Rohre zur Entwässerung des Platzes verlegt werden können.

„Dann wird ein sogenannter Lastplattendruckversuch durchgeführt, bei dem die Festigkeit des Bodens geprüft wird. Wenn die Erde zu feucht sein sollte und die Werte nicht im Rahmen sind, muss der Boden zunächst mit einem Kalk-Zement-Gemisch aufbereitet und somit verdichtet werden“, erklärt Jörg Kückelhaus vom Fachbereich Planen und Bauen. Die Möglichkeit, dass der Boden nicht die nötige Standfestigkeit haben könnte, sei im Vorfeld einkalkuliert worden.

Nach der Verdichtung muss der Boden zunächst ruhen. „Deswegen machen wir das kurz vor dem Wochenende, wo nicht gearbeitet wird“, sagt Mario Pritzlaff, Meister beim Unternehmen Strabag. Pritzlaff und seine Kollegen haben sich in Kuhlenhagen sozusagen häuslich niedergelassen: Die Mitarbeiter schlafen in Wohncontainern auf dem Gelände, womit der tägliche Anfahrtsweg aus Dortmund, wo das Unternehmen seinen Sitz hat, wegfällt.

Ansonsten ist Strabag derzeit damit beschäftigt, Mutterboden zu verschieben, der entweder für spätere Bauvorhaben der Gemeinde gelagert oder für den Platz benötigt wird. Ist die Fläche komplett angelegt und der Boden standfest, verbaut Strabag die Drainage-Rohre. Bevor aber die grünen Kunstrasenmatten verlegt werden, folgen zunächst Arbeiten wie der Bau der Zuschauertribüne und das Anlegen der gepflasterten Gehwege.

Die Kosten für den Bau des Kunstrasenplatzes und der Umlage liegen aktuell bei rund 580.000 Euro. Die Anlage wird voraussichtlich je nach Wetterlage Anfang November fertig. - von Alisa Kannapin

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