Kümmerring will Hilfe in allen Lebenslagen bieten

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Edith Adam, Florian Wilms, Doris Korte, Martina Auer und Hendrik Gräff (v.l.) möchten den Kümmerring auf den Weg bringen und freuten sich über die positive Resonanz bei den Bezirksfrauen.

Heedfeld - Immer mehr Menschen benötigen bei verschiedensten Dingen Unterstützung. Der eine blickt bei Anträgen für Behörden nicht durch, dem anderen fällt es schwer, eine Glühlampe zu wechseln, weil er nicht auf eine Leiter steigen kann. Andere wären gerne bereit, solche kleinen Hilfen zu übernehmen.

Die Kirchengemeinde Hülscheid-Heedfeld möchte ab sofort beide Seiten miteinander in Kontakt bringen. Bei der Versammlung der Bezirksfrauen der Frauenhilfe fiel am Freitag der Startschuss für den „Kümmerring“.

Pfarrerin Doris Korte stellte gemeinsam mit Edith Adam, Martina Auer, Hendrik Gräff und Florian Wilms die Idee vor und stieß auf große Resonanz. Die Versammlung war deshalb zum Auftakt ausgewählt worden, weil die Bezirksfrauen bei ihrem Sammlungen und Besuchen den direkten Kontakt zu vielen Menschen haben und merken, wo vielleicht Hilfe gebraucht wird.

Auch wenn es in den Gesprächen gestern sehr schnell vor allem um Hilfen für ältere Mitbürger oder Unterstützung von pflegenden Angehörigen ging, soll das bei weitem nicht der einzige Bereich sein, in dem der Kümmerring sich engagieren möchte. Denkbar seien zum Beispiel auch Einsätze als Babysitter. Grundsätzlich sei aber wichtig, dass man professionellen Angeboten keine Konkurrenz machen, sondern vielmehr Mittler sein möchte, beispielsweise zu Beratungsstellen. „Wir wollen keinem Handwerker die Arbeit wegnehmen“, betonte Doris Korte. Auch Anfragen wie regelmäßiges Rasenmähen seien kaum zu erfüllen – „dafür gibt es Profis“, sagt auch Hendrik Gräff. Aber wenn vielleicht dringend einmal Schnee geschippt werden muss, könne man sicher mal helfend eingreifen, so Doris Korte. Letztlich müsse man immer von Fall zu Fall abwägen, welche Unterstützung wie geleistet werden könne.

Ein Thema kristallisierte sich gestern als besonders wichtig heraus: Die Entlastung von Personen, die demenzkranke Angehörige pflegen. Nach Möglichkeit soll im Gemeindehaus ein Demenzcafé eingerichtet werden. Der Bedarf sei da, wie die Erfahrungen verschiedener Einrichtungen in Lüdenscheid zeigen, betonte Doris Korte. Spontan fanden sich zwölf Teilnehmer für eine entsprechende Fortbildung, die Florian Wilms nun organisieren will. - Von Bettina Görlitzer

Ab sofort gibt es für alle, die sich für den Kümmerring interessieren, sei es, weil sie helfen wollen oder weil sie Unterstützung suchen, eine zentrale Rufnummer des Kümmerrings:  01 60 /98 99 22 97. Der persönliche Kontakt ist künftig an jedem ersten Mittwoch im Monat von 17 bis 18 Uhr im Gemeindehaus in Heedfeld möglich. Bereits am kommenden Mittwoch, 2. April, werden Mitglieder des Teams vor Ort sein.

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