Bürgerinfo

Großes Interesse am "Dritten Ort" - Bürger bringen sich ein

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Bernd Müller, Vorsitzender des Kulturausschusses.

Schalksmühle - Großen Zuspruch fand am Mittwoch eine Bürgerinformationsveranstaltung in der Kreuzkirche am Mathagen, die in einen „Dritten Ort“ und Haus der Kultur, Bildung und Begegnung umgestaltet werden soll.

Was sich hinter dem Begriff versteckt und welche Chancen sich daraus für die Gemeinde ergeben, erfuhren Kulturschaffende, Anwohner, Gemeindemitglieder und interessierte Besucher. Als besondere Gäste nahmen Georg Hennecke von der Bezirksregierung Arnsberg, der einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 50 000 Euro mitbrachte, und der Regionale-Beauftragte des Märkischen Kreises, Frank Adler, an der Veranstaltung teil.

Erste Informationen, welche Pläne die Gemeindeverwaltung mit der Kirche hat, gab Bürgermeister Jörg Schönenberg den Schalksmühlern. Die Evangelische Kirchengemeinde habe die schwere Entscheidung treffen müssen, die Kirche aufzugeben, umriss er den Hintergrund. Auf die Nachfrage vieler Bürger, ob die Kirche nicht einer anderen Nutzung zugeführt werden könne, habe die Verwaltung reagiert und sich für das Förderprogramm „Dritte Orte“ beworben. Ziel sei es nun, bis Mitte 2020 ein tragfähiges Konzept zu erarbeiten. 

Georg Hennecke von der Bezirksregierung (links) brachte Bürgermeister Jörg Schönenberg den Zuwendungsbescheid.

Als potentielle Nutzer des „Dritten Ortes“ stellte Schönenberg der Versammlung die Musikschule und die VHS vor. Jedoch seien alle eingeladen, sich einzubringen. Er habe die Hoffnung, dass ein Domizil für alle entstehen und die Vielfalt der Kultur in dem Gebäudekomplex einziehen könne. Im Detail stellte Anja Wolf, Fachbereichsleiterin Bildung, Kultur und Sport, den Anwesenden die Pläne vor. Nach Wohnort (Erster Ort) und Arbeitsstätte (Zweiter Ort) sei mit einem „Dritten Ort“ ein öffentlicher Ort gemeint, an dem Menschen gerne und regelmäßig verweilen. Angelegt sei das Förderprogramm für den ländlichen Raum. 

Verschiedene Nutzungen sind geplant

Auf die unterschiedlichen Merkmale, die ein „Dritter Ort“ haben soll ging sie ein. Beinhalten solle der „Dritte Ort“ einen Café-/Bistrobereich. Als Starterprojekt sei die Kreuzkirche auch in die erneute Regionale-Bewerbung eingegangen. „Verschiedene Nutzungen sollen möglich sein“, erläuterte Anja Wolf. Fachlich werde die Gemeinde durch das Kölner Büro startklar a+b GmbH beraten. Als „sportlich“ bezeichnete Wolf den Zeitplan bis zum fertigen Konzept (Förderphase 1).

Bewerbung für die zweite Förderphase

Die Gemeinde könne sich dann für die zweite Förderphase (bis zu 600 000 Euro) bewerben. Als Option einer Ko-Finanzierung nannte Jörg Schönenberg eine mögliche Regionale-Förderung. Mitarbeiter des Kernteams, das aus Vertretern der Kirchengemeinde, des Kreiskirchenamtes, des Ausschusses für Kultur und Sport, der Verwaltung, von VHS und Musikschule besteht, lernten die Besucher bei einem World-Café kennen, bei dem sie ihre Wünsche, Ideen und Bedenken einbringen konnten. 

Zu den Themen Musik, Kultur, Bildung und Café/Begegnung konnten die Besucher ihre Ideen einbringen.

Durchweg zeichnete sich bei allen eine positive Stimmungslage und großes Interesse ab. Musikalisch gaben Annika Zapp, die die Orgel mit weltlichen Stücken zum Klingen brachte, das Duo Recreo und der After Work-Chor einen Vorgeschmack auf anstehende Veränderungen. Für ihr Adventskonzert am 6. Dezember (18 Uhr) darf die Musikschule die Kreuzkirche bereits nutzen.

Weiterer Zeitplan

Der weitere Zeitplan sieht für Februar 2020 eine zweite Bürgerinformationsveranstaltung mit Zwischenbericht zur Halbzeit vor. Im März/April plant die Gemeinde eine Exkursion zum Thema „Räumliche Gestaltung und Architekt“, um sich anderswo umgestaltete Orte anzusehen. Für das Team und interessierte Bürger ist die Busfahrt gedacht. Eine öffentliche Präsentation mit Beschluss durch den Rat ist für Juni 2020 vorgesehen. Bis 31. Juli muss das Konzept fertig sein.

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