Kreuzkirche wird verkauft

Dritte Orte: Weichen sind gestellt - Gemeinde übernimmt in 2021 Kreuzkirche am Mathagen

Kreuzkirche am Mathagen
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Neue Besitzerin des Gebäudekomplexes der ehemaligen Kreuzkirche am Mathagen wird im kommenden Jahr die Gemeinde Schalksmühle.

Die Weichen für ein Kultur-, Bildungs- und Begegnungszentrum am Mathagen sind gestellt. Dies teilte die Verwaltung nun mit. In seiner nicht-öffentlichen Sitzung beschloss der Gemeinderat am 28. August, den Komplex der ehemaligen Kreuzkirche zum 1. Februar 2021 von der Evangelische Kirchengemeinde Schalksmühle-Dahlerbrück zu übernehmen.

Schalksmühle – Bereits im Vorfeld hatte sich die Gemeinde erfolgreich um Mittel aus dem Förderprogramm „Dritte Orte – Konzeptentwicklung für die kulturelle Infrastruktur im ländlichen Raum“ beworben. Mit dem Büro Projaegt aus Ahaus hatte man das Geld dazu genutzt, in den vergangenen acht Monaten gemeinsam mit verschiedenen lokalen Kulturakteuren und Interessierten die Idee, aus dem Gebäude einen Ort der Begegnung zu machen, auszuarbeiten. Mit einem Konzeptpapier hatte man sich dann am 18. August um weitere Mittel aus der Förderphase 2 (Umsetzungsphase) beworben.

Ein Großteil der geplanten Aktionen zur Beteiligung und Einbindung der Bürgerschaft sind im Vorfeld der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen. Ursprünglich hatte man deshalb vor, bis Jahresende neue Partizipationsmöglichkeiten für die Schalksmühler zu schaffen. Wie das angesichts des erneuten Lockdowns mit den zahlreichen Kontakteinschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie nun tatsächlich funktionieren soll, ist fraglich.

Die Kreuzkirche soll Anfang 2021 entwidmet werden.

Damit stellen sich den Verantwortlichen nicht zum ersten Mal hohe Hürden in den Weg. So war der Fachbereich Bildung, Kultur und Sport seit März intensiv in das kommunale Management der Corona-Auswirkungen eingebunden gewesen und hatte nur ein überschaubares Zeitkontingente für das Dritte-Orte-Projekt. Es kam lediglich zu vereinzelten Treffen des engeren Kernteams sowie zu Telefonkonferenzen und E-Mail-Kontakt. Die Konzept-Erstellung hatte sich deshalb verzögert.

Mit dem Ratsentscheid im Rücken hoffen die Verantwortlichen nun auf einen positiven Entscheid der Jury in diesem Monat. Soll diese Zusage kommen, dann hat die Gemeinde vor, das Projekt in zwei Stufen voranzutreiben. In der ersten Stufe soll ein reduzierter Start mit der Dritte-Orte-Förderung für die Kirche und das Gemeindezentrum vollzogen werden. Auf der zweiten Stufe soll in naher Zukunft der Endausbau mit Geldern aus der Städtebauförderung geschehen.

Entwidmung der Schalksmühler Kirchen

Unter einer Entwidmung beziehungsweise Schließung einer Kirche versteht man das Ende ihrer Nutzung als sakrales Gebäude. Gibt eine Gemeinde ein Kirchengebäude auf, so ist dies mit einem gottesdienstlichen Akt verbunden, der in der römisch-katholischen Kirche als Profanierung und in den evangelischen Kirchen als Entwidmung bezeichnet wird.

Für die Kreuzkirche ist dies laut Pfarrer Torsten Beckmann von der Evangelischen Kirchengemeinde Schalksmühle-Dahlerbrück für Januar 2021 geplant. Doch nicht nur am Mathagen gibt die Gemeinde eine Kirche auf. Am 15. November (15 Uhr) nimmt sie Abschied von der Christuskirche in Dahlerbrück. Auch für dieses Gebäude gibt es einen Kaufinteressenten geben. Der Grund für die Aufgabe der beiden Kirchen ist laut Torsten Beckmann eine Zentralisierung des Gemeindelebens auf die Erlöserkirche.

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