Schalksmühle

Kreisverkehr: Gemeinde wartet auf Post des Landes

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Um an der Kreuzung Heedfelder Straße/Sterbecker Straße einen Kreisverkehr bauen zu können, müsste das Haus links, das der Evangelischen Kirchengemeinde Hülscheid-Heedfeld gehört, abgerissen werden.

Heedfeld - Es sieht gut aus für den Bau eines Kreisverkehrs im Schalksmühler Höhengebiet im Kreuzungsbereich Heedfelder Straße/Sterbecker Straße. Die Gemeindeverwaltung zeigt sich optimistisch das Projekt, das zunächst noch von den politischen Gremien in Schalksmühle beschlossen werden muss, bestenfalls schon 2019 realisieren zu können – und das eventuell ohne finanzielle Beteiligung.

Derzeit wartet die Gemeinde auf Post des Landesbetriebs Straßen.NRW, Baulastträger für die Heedfelder Straße, mit den Ergebnissen des sogenannten Priorisierungsverfahrens für Kreisverkehre. „Zuletzt waren die Berechnungen noch nicht komplett abgeschlossen, aber wir können wohl recht zuversichtlich sein“, sagt Ralf Bechtel, Leiter technisches Bauamt der Gemeindeverwaltung.

Projekte, die es in diesem Ranking weit nach oben schaffen – das Budget für den Regierungsbezirk Arnsberg reicht laut Bechtel etwa für zwei neue Kreisverkehre jährlich –, werden in absehbarer Zeit komplett mit öffentlichen Mitteln finanziert. Berechnungskriterien sind unter anderem Verkehrszählungen, die Heedfelder Straße befahren täglich bis zu 12 000 Fahrzeuge, und Unfallzahlen für den Kreuzungsbereich.

 „Sollte die Berechnung allerdings negativ ausfallen, wir also auf einem hinteren Platz landen, müssten wir den Bau eines Kreisels in Heedfeld größtenteils selber finanzieren“, erklärt Bechtel. Das Land steuere zu den Gesamtkosten von rund einer halben Millionen Euro für den Kreisverkehr dann nur rund 170 000 Euro bei, die die Errichtung einer Ampelanlage für den Kreuzungsbereich Berechnungen zufolge kosten würde. „Handlungsbedarf hat auch Straßen.NRW erkannt und würde eine Ampelanlage zeitnah errichten. Weil die Gemeinde aber zunächst den Wunsch nach einem Kreisverkehr geäußert hat, müssen wir jetzt auf die Verfahrensergebnisse warten“, sagt Bechtel.

Um genug Platz für einen Kreisel an der Kreuzung in Heedfeld zu haben, müsste das leerstehende Gebäude Heedfelder Straße 6 abgerissen werden. Dieses ist in Besitz der Evangelischen Kirchengemeinde Hülscheid-Heedfeld. Weil der Zustand der Immobilie nicht wirklich gut ist, hatte die Gemeinde bei einer Bürgerversammlung der UWG zum Kreisverkehr im Sommer bereits Zustimmung signalisiert das Haus verkaufen zu wollen. „Finanziert das Land den Kreisverkehr komplett, würden auch die Kosten für Hauskauf und -abriss übernommen. Andernfalls müssten wir diese ebenfalls selber tragen“, sagt Bechtel.

Bei der Versammlung hatte sich eine große Mehrheit gegen die Ampellösung und für einen Kreisel ausgesprochen. Wegen eines besseren Verkehrsflusses und aus Sicherheitsgründen. „Auch ich würde den Kreisverkehr aus fachlicher Sicht befürworten, aber es gibt auch nach wie vor andere Stimmen in Heedfeld. Deshalb ist es wichtig jetzt den politischen Prozess anzustoßen. In diesem muss entschieden werden, ob der Kreisverkehr gewollt ist“, sagt Bechtel.

Der Fachbereichsleiter technisches Bauamt hofft, die Ergebnisse des Priorisierungsverfahrens so zeitnah zu erhalten, dass der Kreisverkehr noch Thema in der ersten Bauausschuss-Sitzung des Jahres am 20. Februar werden kann. Anschließend müssen sich auch noch Hauptausschuss und Gemeinderat mit dem geplanten Bauprojekt befassen.

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