Kreisverkehr in Heedfeld bleibt Thema

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Die Mitglieder des Bauausschusses sahen sich den Wirtschaftsweg rund um Winkeln an.

Schalksmühle - Eine Entscheidung darüber, ob in Heedfeld ein Kreisverkehr gebaut werden soll, eine Ampelanlage für den Kreuzungsbereich zwischen Heedfelder und Sterbecker Straße in Frage kommt oder vielleicht doch alles alles beim Alten bleibt, haben die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses am Montag vertagt. Vielmehr sollen zunächst weitere Untersuchungen der Verkehrssituation und Gespräche mit betroffenen Anliegern geführt werden.

Auf dieses Vorgehen auf der Grundlage eines Vorschlags von Bürgermeister Jörg Schönenberg einigten sich die Politiker in der Sitzung im Ratssaal einstimmig. Bereits in einigen Wochen werde das Straßenverkehrsamt des Märkischen Kreises eine Verkehrszählung in dem Bereich durchführen, kündigte Schönenberg an. Außerdem verwies er darauf, dass bei Errichtung eines Kreisverkehrs, die Fußgängerampel durch einen Zebrastreifen ersetzt würde. Dazu müssten unbedingt die Eltern gehört werden, deren Kinder diesen Überweg für ihren Schulweg zur Grundschule Spormecke nutzen. Ebenfalls sollen Gespräche mit Anliegern geführt werden, die sich Tag für Tag an eben jener Kreuzung in den Verkehr auf der Heedfelder Straße einfädeln.

Der Landesbetrieb Straßen NRW hatte bei einem Ortstermin ebenso wie das Straßenverkehrsamt des Märkischen Kreises und Vertreter der Kreispolizeibehörde die Idee, einen Kreisverkehr auf der L 561 zu errichten, begrüßt. Der Landesbetrieb könne sich auch eine Kostenbeteiligung vorstellen, hieß es in der Beschlussvorlage für den Ausschuss. Im Raum stehen aktuell etwa 400 000 Euro an reinen Baukosten. Möglich sei aber auch eine Ampelanlage. Dafür könnte eine Kostenbeteiligung des Landesbetriebs nach ersten Aussagen etwa 170 000 Euro umfassen, was in etwa dem gesamten finanziellen Aufwand für die Maßnahme entsprechen würde.

Ebenfalls verschoben wurde eine Entscheidung über einen Antrag von UWG-Ratsherr Erhard Fischer, der angefragt hatte, einen Wirtschaftsweg, der an Winkeln vorbeiführt, so auszubauen und zu befestigen, dass landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge ihn trotz einer erheblichen Steigung nutzen könnten. Dadurch soll die Ortsdurchfahrt in Winkeln entlastet und die Gefahr, beispielsweise für spielende Kinder reduziert werden. Um sich ein Bild zu machen, hatten sich die Politiker am Montag direkt vor Ort in Winkeln getroffen. Bevor aber über diesen Antrag weiter diskutiert wird, soll eine Stellungnahme der Unteren Landschaftsbehörde abgewartet werden. Möglicherweise könne sich der Antrag dadurch erledigen, dass es aus Gründen des Landschaftsschutzes gar nicht zulässig ist, den Weg zu befestigen, erklärte Ralf Bechtel vom Fachbereich Planen und Bauen.

Eine Entscheidung konnten die Politiker treffen: Sie beauftragten einstimmig die Verwaltung, die Aufhebung der „Vorrangzonen für Windkraftanlagen“ aus dem Jahr 2004 auf den Weg zu bringen. Damit könnten für entsprechende Bauvorhaben künftig individuelle Bauanträge gestellt werden. Allerdings gebe es bei der Genehmigung derartig viele Aspekte zu berücksichtigen – wie den Anwohner- und Naturschutz – dass nur ganz wenige Flächen in Frage kämen, so Bechtel. Gleichzeitig entfalle für die Gemeinde ein aufwändiger und teurer Prüfungsprozess, um neue Flächen auszuweisen. - Von Bettina Görlitzer

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