Kranzniederlegungen zum Volkstrauertag

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An der Kranzniederlegung am Ehrenmal auf dem Heedfelder Friedhof nahmen die Feuerwehr, die Hülscheider Schützen, das Deutsche Rote Kreuz und der TuS Linscheid-Heedfeld teil.

Schalksmühle - Der Volkstrauertag ist traditionell nicht nur der Tag des Gedenkens an die Opfer von Krieg, Vertreibung, Gewalt und Terror – er dient auch dazu, dem Wunsch nach Frieden Ausdruck zu verleihen. Bei den drei Gedenkfeiern im Gebiet der Volmegemeinde nahmen die Redner die Weltkriege als mahnendes Beispiel.

Bei der Andacht in der Kapelle des Friedhofs Wippekühl geschah dies auf besondere Weise: Die Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Schalksmühle-Dahlerbrück, Thorsten Beckmann und Dirk Pollmann, Presbyterin Julia Pütz sowie der Pastor der Freien evangelischen Gemeinde, Martin Schwarz, ließen neun Menschen zu Wort kommen, die die Schrecken des Ersten Weltkrieges hautnah erlebt und geschildert hatten.

Die Auswahl der Zitate der Männer und Frauen, die an verschiedenen Orten das Grauen des Krieges mitgemacht hatten, wirkten eindrücklich nach. Pollmann erinnerte auch daran, dass im Ersten Weltkrieg das Christentum benutzt worden sei, um zum Kämpfen zu motivieren. Nach 1945 hätten sich alle christlichen Kirchen darauf geeinigt: „Krieg darf nicht sein.“

Mitglieder des Löschzuges Schalksmühle und der Hülscheider Schützen begleiteten die Kranzniederlegung ebenso wie Bürgermeister Jörg Schönenberg. Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst vom Projektchor unter der Leitung von Marlies Plassmann und Schülern der Musikschule Volmetal.

In Dahlerbrück hatte Pollmann zuvor die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg, die auch in vielen Familiengeschichten noch präsent sei, in den Mittelpunkt gestellt. Mitglieder der Löschzüge Dahlerbrück und In der Wanne aus Herne legten am Gerätehaus In der Lieth den Kranz nieder, begleitet vom Posaunenchor Dahlerbrück.

In der Heedfelder Kirche interpretierte Pfarrer Bernd Weißbach im Gottesdienst, der der Kranzniederlegung vorausging, ein Pauluswort aus dem 2. Korintherbrief. Vom irdischen Haus und der Sehnsucht nach der himmlischen Heimat war in seiner Predigt die Rede. Durch eine Erklärung von Bundespräsident Joachim Gauck zum Volkstrauertag schloss er bei der Kranzniederlegung alle Leidtragenden, Opfer von Terrorismus, Rassismus und politischer Verfolgung in das Gedenken ein. Mitglieder von Feuerwehr, Hülscheider Schützen, DRK und TuS Linscheid-Heedfeld nahmen an der Gedenkfeier teil. Musikalisch umrahmte der Posaunenchor Gottesdienst und Kranzniederlegung mit andächtigen Weisen. - Von Bettina Görlitzer und Monika Salzmann

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