Kraftstrotzende Bilder und ausladende Musik

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Nach 20 Jahren ohne Pinsel und Farbe hat Natale Curatolo (r.) die Liebe zur Malerei wiederentdeckt. Ricky Garcia (l.) schrieb für die Ausstellungseröffnung im Rathaus die passende Musik. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Groß und monumental muten die Bilder des Halveraners Natale Curatolo an. Dabei steht oft das Leben des Künstlers und leidenschaftlichen Sportlers im Mittelpunkt.

Zum Beispiel der Körperkult (beim monumentalen Gemälde „Kult“), das Werkmaterial Stahl als Hommage an Curatolos Arbeit bei Thyssen-Krupp Nirosta, die Liebe (bei der Collage „Love“) oder das Mitleid über die Not von Menschen in Katastrophen- und Krisengebieten („Gebrochene Seele auf Haiti“).

Am Donnerstag präsentierte der Künstler eine Auswahl seiner neuesten Werke im Rahmen einer Vernissage im Eingangsbereich und oberen Foyer des Rathauses. Die Auswahl seiner verwendeten Materialien ist vielfältig: Neben der Acrylfarbe arbeitet der Künstler unter anderem Acrylspachtelmasse, Glitter und Sand in die Gemälde und Collagen ein. Curatolo wurde vor 40 Jahren in Italien geboren und lebt seit 30 Jahren in Deutschland. Erst Anfang 2010 entschloss er sich, nach zwei Jahrzehnten künstlerischer Abstinenz wieder mit dem Malen anzufangen.

Erstaunlich abwechslungsreich gestaltet sich nun die Ausstellung des Halveraners, die mit mehr als 60 Gästen außergewöhnlich gut besucht war. Neben Bürgermeister Jörg Schönenberg war als Überraschungsgast der bekannte Gitarrist Ricky Garcia ins Schalksmühler Rathaus gekommen, um seinen Freund bei der Ausstellungseröffnung zu unterstützen. Zusammen mit der Band „LaFee“ verkaufte Garcia bis heute 1,2 Millionen Tonträger und war mit seiner Formation Stammgast in den deutschen und internationalen Charts.

Für die Ausstellungseröffnung seines Freundes Natale Curatolo, den er beim gemeinsamen Training kennenlernte, komponierte er einen bombastischen Orchesterscore, den er im Rathausfoyer in Verbindung mit einer Bildcollage präsentiert. Sie verknüpft die Werke Curatolos mit Impressionen seiner Arbeit im Atelier. Der Score, der in seiner ausladenden Form hervorragend zu den großformatigen, teils kraftstrotzenden, emotionalen und farbintensiven Gemälden passte, konnte nicht verleugnen, dass Ricky Garcia unter anderem plant, ins Filmmusikgeschäft einzusteigen.

Für einen weiteren musikalischen Höhepunkt des Abends sorgten Jessica Enes und Pascal Paplinski (Gitarre), beide von der Musikschule Schalksmühle, die unter anderem mit dem Stück „Karneval in Venedig“ überzeugten. ▪ bot

Die Ausstellung ist zu den gewohnten Öffnungszeiten des Rathauses bis einschließlich 23. Februar zu sehen. Die meisten der Exponate können käuflich erworben werden.

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