Konzert im Rathaus

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Die drei Musikerinnen Dagmara Daniel, Saskia Blumenau und Christa Radermacher (von links) boten ein Arrangement von Stücken quer durch die Musikgeschichte. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Die drei Musikerinnen Dagmara Daniel (Violine), Saskia Blumenau (Klavier) und Christa Radermacher (Cello) standen am Sonntag erstmals gemeinsam im Foyer des Schalksmühler Rathauses auf der Bühne.

Unter dem Titel „Liebe und andere Träume“ gaben die Musikerinnen, die sich in der Lüdenscheider Musikschule kennengelernt und dort auch die Idee für die Zusammenarbeit entwickelt hatten, ein unterhaltsames Potpourri von Musik aus drei Jahrhunderten zum Besten. Das Matinee-Konzert stieß auf große Resonanz – die Sitzplätze im Foyer waren komplett belegt. Die Musikerinnen spielten die unterschiedlichen Werke sowohl gemeinsam als auch in verschiedenen Duo-Paarungen. Zwei gemeinsam gespielte, vitale und fröhliche Sätze aus Georg Friedrich Händels „Sonate E-Dur“, eröffneten das Konzert. Den „Liebestraum“ von Franz Liszt, der Mitte des 19. Jahrhunderts ursprünglich für Klavier solo geschrieben worden war, brachten Saskia Blumenau und Christa Radermacher in einer Transkription für Cello und Klavier zum Besten. Bei Beethovens „Capriccio“, einem launigen Stück in Rondo-Form, das unter dem Titel „Wut über den verlorenen Groschen“ bekannt ist, brachte Pianistin Saskia Blumenau die einprägsame Melodie mit Spritzigkeit und Temperament zur Geltung. Komponist David Popper, der Ende des 19. Jahrhunderts die nachfolgende „Gavotte Nr. 2“ schuf, arbeitete unter anderem als Cellist an der Hofoper in Wien und schrieb zahlreiche ebenso humorvolle wie virtuose Stücke für das Instrument. Christa Radermacher und Saskia Blumenau interpretierten das Werk, in dessen Mittelpunkt eine eingängige Melodie steht, spritzig und schwungvoll.

Beim „Czardasz“ von Vittorio Monti zeigte schließlich Violinistin Dagmara Daniel, stilvoll begleitet von Pianistin Saskia Blumenau, ihr Können. Sie verlieh dem Stück die richtige Mischung aus Feuer, Fröhlichkeit und Einfühlungsvermögen und erntete damit begeisterten Applaus. Felix Mendelssohn-Bartholdy komponierte im 19. Jahrhundert zahlreiche „Lieder ohne Worte“, jedoch nur eines für das Cello. Mit diesem träumerischen Werk brillierte Christa Radermacher, die dabei einfühlsam von Saskia Blumenau begleitet wurde. Mit dem Jazz-Standard „Summertime“, langsam und atmosphärisch gespielt von Dagmara Daniel, konnten sich die Konzertgäste in einen schwülen Sommer-Nachmittag entführen lassen, bevor ein Klaviertrio von Joseph Haydn, das alle drei Musikerinnen gemeinsam zum Besten gaben, den Abschluss des regulären Konzertprogramms bildete. Natürlich ließ das Publikum die Musikerinnen nicht ohne eine Zugabe nach Hause gehen. Der finale Tango von Isaac Albéniz hatte die Anmutung eleganter Salonmusik und lies das Matinee-Konzert stilvoll ausklingen. ▪ bot

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