Klingende und swingende Grüße zum Valentinstag

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Beide Formationen unter Leitung von Graham Child begeisterten das Publikum beim Konzert am Valentinstag.

Schalksmühle - „Musik und Valentinstag - mehr kann man sich nicht wünschen.“ Musikalisch überbrachten der Musikverein „Die Volmetaler“ und das US-amerikanische Tuba-Euphonium-Quartett „The Alchemy“ am Mittwoch in der Heedfelder Kirche klingende, swingende Blumengrüße in Dur und Moll.

Unter Gesamtleitung von Graham Child, der in seiner kurzweiligen Moderation den Valentinstag als Tag der Verliebten ins Spiel brachte, begeisterten die heimischen Musiker und die hochkarätigen Gäste aus Amerika – derzeit auf Deutschlandtour – mit einem abwechslungsreichen Programm und Werken aus unterschiedlichsten Stilepochen.

Im Wechsel und gemeinsam verwöhnten sie ihre Zuhörer in der gut besuchten Kirche mit barocker Musik, Wiener Klassik, Märschen, zeitgenössischen Stücken und vielem mehr. Für jeden war etwas dabei beim bunten Melodienreigen, den die beiden Formationen mit sprühender Spielfreude und Ausdruckskraft zum Besten gaben. Mit stehenden Ovationen bedankten sich die Zuhörer für einen außergewöhnlichen, erlesenen Ohrenschmaus.

Passend zum Valentinstag stellten „Die Volmetaler“ das Concerto d’Amore des Niederländers Jacob de Haan, ein Loblied auf die Liebe, an den Anfang farbigen, nuancenreichen Konzertierens. Elemente aus Barock, Pop und Jazz fanden sich in dem kontrastreichen Werk, das mal würdevoll und erhaben, mal zündend von der Liebe in all ihren Farben erzählte.

Mit Ohrwürmern wie „You raise me up“, dem bekannten, in vielen Coverversionen vorliegenden Popsong von Rolf Lovland und Brendan Graham, einem festlichen Marsch aus der Feder von Carl Maria von Weber und Hans Hartwigs „Hymne an die Musik“, einfühlsam umgesetzt, traf der Musikverein den Geschmack des Publikums.

In ihrer eigenen Liga spielten die vier Könner aus Amerika, die ihrem Namen „The Alchemy“ alle Ehre machten und ihr (Noten)Material wie die mittelalterlichen Alchemisten in Gold verwandelten. In der Besetzung Danny Vinson und Donald Bruce (Euphonium), Gary Buttery und Joanna Ross Hersey (Tuba) trumpften die zugabenfreudigen Virtuosen – alle Musikprofessoren von verschiedenen amerikanischen Universitäten – auf. Zu großen Namen wie Haydn, Clara Schumann und Händel, deren Werke glänzend auf vier Stimmen und die spieltechnischen Möglichkeiten der tiefen Blechblasinstrumente übertragen worden waren, eröffneten sie einen neuen, klanglich frappierenden Zugang.

Aus der Ecke der behäbigen Rhythmus- und Begleitinstrumente, in die Tuba und Euphonium gern gestellt werden, holten die Professoren ihre Instrumente mit warmem, weichem Klang und Eleganz selbst in schnellen Passagen faszinierend leicht und harmonisch heraus. Höhepunkte des Programms waren die gemeinsam mit den Volmetalern dargebotenen Beiträge, darunter die europäische Uraufführung des Marsches „Semper Peratus“ (Allzeit Bereit) mit Joanna Ross Hersey als herausragender Solistin (Arrangement: Matthew Parunak) und der amerikanische Militärmarsch „Stars and Stripes forever“ von John Philip Sousa, der weltweit hohen Bekanntheitswert genießt. Beim John Miles Titel „Music“ holten sich die Musiker zum Abschluss das Publikum zum Mitsingen mit ins Boot.

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