Konzert „Musik alter Meister“ begeistert Zuhörer

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Unter der Leitung von Professor Harald Hoeren (Cembalo, 2. v. links) brachten Lothar Blum (Tenor, 2. von rechts), Cordula Breuer (Traversflöte, links), Annette Wehnert (Violine, Mitte)) und Imola Gombos (Viola da gamba und Violoncello, rechts) ihren begeisterten Zuhörern den Charme deutscher und französischer Barockmusik nahe.

SCHALKSMÜHLE - „Man kann das neue Jahr nicht schöner beginnen als mit Musik.“ Zum 48. Mal erlebten Musikliebhaber in der Kreuzkirche Am Mathagen mit virtuoser „Musik alter Meister“ einen genussvollen Einstieg ins neue Jahr.

Dankesworte galten Ekkehard Bielau (Kulturbeauftragter der Gemeinde Schalksmühle), dem Bürgermeister Jörg Schönenberg in seiner Begrüßung für „die Idee und die Hartnäckigkeit, dieses Konzert immer wieder im Januar zu präsentieren“, dankte.

Unter der Leitung von Professor Harald Hoeren (Cembalo) brachten Lothar Blum (Tenor), Cordula Breuer (Traversflöte), Annette Wehnert (Violine) und Imola Gombos (Viola da gamba und Violoncello) ihren begeisterten Zuhörern am Sonntag den Charme deutscher und französischer Barockmusik nahe. Auf die Klangfarben der historischen Viola da gamba musste das Publikum diesmal allerdings verzichten, da – ein seltenes Malheur – ein Wirbel des Instruments abbrach. Vorgesehene Werke mit dem historischen Streichinstrument fielen dementsprechend aus.

Nichtsdestotrotz erlebten die Zuhörer in der gut besuchten Kirche ein geistreiches, erlesenes Konzert, das höchste Ansprüche erfüllte. Geistliche und weltliche Musik wurde gespielt. In unterschiedlicher Konstellation brachten die fünf Virtuosen, allesamt Meister ihres Fachs, den Konzertbesuchern ausgewählte Werke von Georg Philipp Telemann, Johann Sebastian Bach, Claude-Bénigne Balbastre und David Pohle, der als Kapellmeister in verschiedenen mitteldeutschen Städten wirkte, nahe. Vom Solostück bis zur Kantate reichte das Programm. Mit dem Quartett e-Moll für Traversflöte, Violine, Violoncello und Basso continuo aus der „Tafelmusik“ von Telemann, das die sinnliche Welt höfischer Tafelmusik anschaulich vor Augen führte, gelang den Musikern ein anregender Einstieg ins Konzert.

Der weiche, samtige Klang der Traversflöte, die dem konzertanten Prinzip des Barock folgend melodisch mit der Geige wetteiferte, begeisterte schon hier. Angenehm dezent gelang das Generalbass-Spiel. Wirkungsvoll setzte Lothar Blum seine Texte mit klarer, tragender Stimme in Musik um. Aus Bachs Weihnachtsoratorium und der Bach-Kantate „Schmücke dich, o liebe Seele“ entlieh er freudig gestimmte, kunstvoll von Traversflöte und Basso continuo umspielte Arien.

Galant und bezwingend stellte Professor Hoeren Barockmusik französischer Herkunft in zwei Solostücken für Cembalo aus der Feder von Claude-Bénigne Balbastre vor. Als führendes Instrument durfte die Geige in der G-Dur Sonate für Violine und Basso continuo von Bach „singen“. Mit der Kantate „Wie der Hirsch schreiet nach frischem Wasser“, der Pfarrer Torsten Beckmann ein Geleitwort vorausschickte, gewährten alle Mitwirkenden zum Abschluss geistlicher Musik gebührenden Raum.

Von Monika Salzmann

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