Details bekanntgegeben

Das Konzept steht: So geht es mit dem Friedhof Wippekühl weiter

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Schalksmühle - Nach dem Bürgerinformationsabend zum Thema Friedhofskonzept Ende März konnte das beauftragte Unternehmen Weiher – Friedhofsexperten aus Freiburg im Ausschuss für Öffentliche Einrichtungen und Umwelt am Montag weitere Details bekannt geben.

Als Nachwirkung auf die Veranstaltung auf dem Friedhof Wippekühl habe seine Firma ein positive Feedback erhalten, erklärte Geschäftsführer Tobias Weiher zu Beginn seines Vortrags im Rathaus. Gerade die Resonanz auf die angesprochenen Urnenstelen sei groß gewesen. 

Konzept steht

Nach kleineren Anpassungen stehe das Konzept nun. So konnte der Friedhofsexperte den Mitgliedern des Ausschusses weitere Details und die nächsten Schritte für 2019/20 vorstellen. Unter anderem sprach er über die Aufstellung eines Lapidariums, einer Sammlung von Steinwerken, etwa Skulpturen oder Grabsteinen. Auch werde man sich in den folgenden Monaten mit der Gestaltung der geplanten Aufenthaltsmöglichkeit und Begegnungsfläche auf dem Friedhof Wippekühl beschäftigen. 

Entwürfe im Herbst

Der Geschäftsführer rechnet damit, dass im Herbst dazu und zum Pfad der Erinnerung sowie zu weiteren Parkplätzen („Kleine Lösung, weniger Aufwand“) konkrete Entwürfe vorliegen werden. Auch soll dann mehr zu den geplanten Urnen-, Hoch-, und Baumgräbern sowie zur Grabpflege gesagt werden können. Gerade zu diesem Thema, und zur besseren Erreichbarkeit der Gräber, mache man sich Gedanken. Es müsse erörtert werden, ob die Pflege der Grabanlage intern oder extern vergeben wird. 

"Baumbestand schützen"

Auch der ökologische Aspekt soll berücksichtigt werden. „Wir wollen den alten Baumbestand schützen“, erklärt Tobias Weiher. Der Geschäftsführer ging im Rahmen der Sitzung auch auf die geplanten Kinder- und sogenannten Sternchengräber (Begräbnisstätten für Kinder, die vor, während oder kurz nach der Geburt verstorben sind) ein. „Das ist in der Bevölkerung ein großes Thema. Hierfür soll eine zeitnahe Lösung gefunden werden.“ Der Experte sieht einen speziellen Bereich mit weniger Vorschriften vor, der in 2020 offiziell angeboten werden soll. 

Zum Thema Investitionen ließ Tobias Weiher noch nicht viele Details verlauten. Man werde aber die Kalkulation mit der Verwaltung vornehmen. So viel stehe aber fest: „Die Kosten für die Gestaltung werden über kurz oder lang über die Gebühren finanziert werden können.“ Mehr dazu soll im Oktober gesagt werden. 

Auf Antrag der SPD-Fraktion wurde in der Runde mit dem Experten das Thema Pestizid-Einsatz auf den Grabflächen diskutiert. Letztendlich wurde ein Passus in der nach EU-, Bundes- und Landesrecht sowie auf Grundlage der alten Version verfassten Friedhofssatzung zu einem Verbot und einer entsprechenden Ordnungswidrigkeitsstrafe durch sieben Gegenstimmen der anwesenden Politiker abgelehnt. 

Gräber für Muslime?

Der Absatz, in dem erklärt wird, dass keine muslimischen Grabstätten angeboten werden, bleibt Teil der Satzung. „Dieser kann nächstes Jahr geändert werden, wenn wir geprüft haben, wo mögliche Gräber für Muslime angelegt werden können“, betont Tobias Weiher.

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