Die Bücherei in Schalksmühle feiert Geburtstag

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Gemeinde- und Kirchenvertreter mit dem urlaubsbedingt nicht vollzähligen Team: Marlen Pätsch, Gemeindereferentin Sandra Schnell, Bürgermeister Jörg Schönenberg, Beate Thebrath, Iris Niggeloh, Annette Benkert und Hildegard Knop (von links).

Schalksmühle - „Das Besondere ist: zehn Jahre Bücherei – zehn Jahre Ehrenamt.“ Dem zehnköpfigen Bücherei-Team – voran den beiden Leiterinnen Marlen Pätsch und Beate Thebrath – zollte Bürgermeister Jörg Schönenberg am Sonntag bei einer Feierstunde zum Geburtstag der Einrichtung Lob und Anerkennung.

Für eine kleine Gemeinde wie Schalksmühle sei eine solche Bücherei bemerkenswert, lobte er. Im Anschluss an eine festliche Sonntagsmesse in der katholischen Kirche St. Thomas Morus mit Pfarrer Claus Optenhöfel, Pastor Armin Rogge und Gemeindereferentin Sandra Schnell, in der das runde Jubiläum der Bücherei Schalksmühle KöB als einziger kirchlich/kommunaler Bücherei im Bistum im Mittelpunkt stand, blickten die Schalksmühler in Räumen der Bücherei auf die vergangenen zehn Jahre zurück. 

Auflösung der Kreisfahrbücherei 

Die kleine Feierstunde nahm Bürgermeister Jörg Schönenberg zum Anlass, die Besonderheit der Einrichtung herauszustellen. Nach Auflösung der Kreisfahrbücherei 2007 und zeitgleichen Plänen der katholischen Kirchengemeinde, die bereits in Schalksmühle bestehende kleine Bücherei auslaufen zu lassen, sei durch Kooperation zwischen der Kirchengemeinde und der Gemeinde Schalksmühle das Projekt Bücherei Schalksmühle KöB entstanden. 

Leser nutzten die Gelegenheit, beim Empfang nach neuem Lesestoff Ausschau zu halten.

Den Umbau und die Möblierung der vorhandenen Räumlichkeiten im Untergeschoss Hälverstraße 3 habe damals die Kirchengemeinde übernommen. Die Anschubfinanzierung in Höhe von 5 000 Euro sei von der Kommunalgemeinde gekommen. Am 4. September 2008 sei die Bücherei als öffentliche Einrichtung eröffnet worden. Um das Ganze personell zu schultern, hätten Marlen Pätsch und Beate Thebrath parallel dazu begonnen, ein Ehrenamtlichen-Team aufzubauen. 

„Wir haben alles, was wir versprochen haben, eingehalten“, zog Schönenberg ein durchweg positives Resümee. Die Entscheidung für die Bücherei sei „eine der ganz guten Entscheidungen“ gewesen. Bis heute werde die Bücherei mit 6 000 Euro jährlich von der Gemeinde aus Spendenmitteln bezuschusst. Auf gemeinsame Autorenlesungen unter anderem mit Dr. Fritz Pleitgen, Dr. Roger Willemsen, Joe Bausch, Dr. Heiner Geißler und anderen, den Vorlesetag „Leser lesen für Leser“ und besondere Angebote wie den Büchereiführerschein ging er ein. 

Angebot nur dank der Ehrenamtlichen 

Nur dank des ehrenamtlichen Engagements des gesamtes Teams sei das Angebot der Bücherei möglich. „Man kann sich bilden, ohne viel Geld in die Hand nehmen zu müssen.“ Durch die Bücherei sei die Kirchengemeinde gut in Schalksmühle positioniert, lobte Gemeindereferentin Sandra Schnell. Die Arbeit in der Bücherei sei viel mehr, als die Einrichtung zweimal in Woche – dienstags und donnerstags – zu öffnen. Zum Erwerb der Lesekompetenz sei die Einrichtung gerade für Kinder wichtig. Als Dankeschön für langjähriges Durchhaltevermögen lud sie das Team im Namen der Gemeinde zu einem Abendessen ein. Eine kleine Ausstellung neuester Medien – darunter Bücher wie Frank Gosens „Förster, mein Förster“ – begleitete den Empfang. Auch Bilder des Umbaus vor zehn Jahren waren zu sehen.

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