Knöllchen für Gehwegparker an der Straße Strücken

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Wer an der Straße Strücken künftig auf dem Gehweg (Hausseite 2 bis 20) parkt, erhält ein Knöllchen. Platz zum Parken bietet die Gemeinde stattdessen künftig auf dem gegenüberliegenden Gehweg. Hauszugänge oder Grundstückszufahrten müssen natürlich weiterhin frei bleiben.

Schalksmühle - Ab sofort verändert sich die Park- und Gehwegsituation der Straße Strücken. Nun ist es erlaubt, den Gehweg vor den Häusern 1 bis 9 vollständig zum Parken zu nutzen. Ein Grund dafür ist, dass die Feuerwehr zuletzt bei einem Brand mit den Einsatzfahrzeugen nur schwer zwischen den geparkten Pkw durch kam.

Von Alisa Kannapin

„Außerdem haben sich Bürger beschwert, dass an der Straße auf beiden Gehwegen Autos geparkt werden und Fußgänger die Wege nicht richtig nutzen können“, sagt Winfried Schindler, Leiter des Ordnungsamtes.

Bei einem Ortstermin im Strücken einigte sich die Gemeinde mit Polizei und Straßenverkehrsamt nun darauf, dass der linke Gehweg der Straße Strücken (Hausnummern 1 bis 9) bis auf weiteres in voller Breite zum Parken freigegeben wird. Hauszugänge oder Grundstückszufahrten müssen natürlich weiterhin frei bleiben. Eine entsprechende Beschilderung wird demnächst angebracht. In einem Schreiben informierte die Verwaltung die Anwohner über die Änderung. „Man ist davon ausgegangen, dass in einer Wohnstraße wie dieser nur ein einseitiger Gehweg erforderlich ist“, heißt es darin.

Um das Parken und Halten auf dem anderen Gehweg (Hausnummern 2 bis 20) zu vermeiden, stellt die Gemeinde dort künftig Knöllchen aus. Geparkt werden darf nur auf der Fahrbahn neben dem Gehweg.

„Ursprünglich haben wir an der Straße über ein Halteverbot nachgedacht. Doch durch diese Lösung ist die Mindestdurchfahrtsbreite von 3,05 Metern gegeben und der Gehweg für die Fußgänger nutzbar“, sagt Schindler.

Nach dem Brand im Strücken hatte die Feuerwehr Schalksmühle im Februar im Gemeindegebiet geprüft, wo Einsatzfahrzeuge durch geparkte Pkw behindert werden. Die meisten Straßen waren damals trotz Schnee gut befahrbar. Doch an 15 Stellen habe der Fahrer aufgrund von geparkten Fahrzeugen anhalten oder im Schritttempo weiterfahren müssen. „Wenn ich die Bestätigung habe, dass Menschen in Lebensgefahr sind, ist die Feuerwehr berechtigt, im Einsatz ein Fahrzeug im Zweifel auch zu beschädigen, um daran vorbeizukommen“, erklärt Gemeindebrandinspektor Dirk Kersenbrock. „Der Halter hat dann noch nicht mal ein Anrecht auf Schadensersatz, wenn es sich um einen gerechtfertigten Notstand nach Strafgesetzbuch handelt und das Fahrzeug nicht ordnungsgemäß geparkt wurde. Einsatzsituation geht vor Parksituation.“

Bisher habe es so einen Fall aber noch nicht in der Gemeinde gegeben. „Der akuteste Fall war jetzt im Strücken und das auch nicht nur im Winter. Ansonsten war unser Appell, Fahrzeuge nicht widerrechtlich zu parken, aber immer so nachhaltig, dass die Bürger vorausschauender parken.“

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