Netzwerk zum Klimaschutz

Klimaschutz: Auf lokaler Ebene handeln

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Im Netzwerk möchte die Gemeinde vor Ort das Klima schützen und zugleich auch noch Kosten einsparen.

Schalksmühle -  Mit anderen Kommunen im Märkischen Kreis und zusammen mit der Enervie-Gruppe möchte Schalksmühle den Schutz des Klimas in den Fokus nehmen und zugleich Sach- und Betriebskosten einsparen.

Gemeinsam wollen die Städte und Gemeinden in Südwestfalens erstem kommunalen Energie- und Ressourceneffizienz-Netzwerk (KERN) an der Effizienz ihrer Liegenschaften feilen. Mitmachen werden Schalksmühle, Halver, Meinerzhagen, Kierspe, Herscheid und Neuenrade sowie Lüdenscheid und Hagen. 

Die Gemeinde Schalksmühle ist schon seit einiger Zeit an dieser Initiative beteiligt. Behandelt wurde dieses Thema bereits im Arbeitskreis Energie, der möglicherweise bald den Zusatz „Energie und Klimaschutz“ bekommen soll. Die Gründe für die Beteiligung und für die bereits getane Arbeit liegen auf der Hand: „Klimaschutz und effiziente Liegenschaften sind uns sehr wichtig. Gerade das Thema Klimaschutz wird in Zukunft einen immer größeren Raum einnehmen – auch in der Politik“, sagt Oliver Emmerichs, Leiter der Bauverwaltung.

Schlechte Energieeffizienz

Beauftragt für diesen Komplex ist aber sein Kollege Ralf Bechtel, Leitung Technisches Bauamt. „Bei den gemeindlichen Gebäuden sind wir in Sachen Energieeffizienz nicht schlecht aufgestellt. Doch auch da müssen wir noch was tun.“ Grundlage des Netzwerkes, in dem vor Ort Arbeitsgruppen entsprechende Projekte vorbereiten sollen, ist, dass zwei Drittel des Energiebedarfs im öffentlichen Sektor auf Städte, Gemeinden und Landkreise entfällt. Wolle man den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2050 um 80 Prozent senken, müsse auch auf lokaler Ebene gehandelt werden. Dafür stellt auch der Bund Mittel in Aussicht, konkret das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), informiert das Unternehmen Enervie, das die Funktion der Beratung und Moderation übernimmt.

Die Kernpunkte des Netzwerkes sind: 

Kostensenkungen durch die Realisierung von Einsparungen und Unterstützung bei der Beantragung von Fördermitteln, 

Vermittlung von Wissen durch einen praxisnahen Austausch und professionelle Beratung sowie 

Motivation durch gemeinsame Ziele und den Nachweis erbrachter Erfolge und Fortschritte mithilfe professionellen Managements. 

Sporthallen vor Ort im Blick

Das grundsätzliche Ziel, auf das sich die Kommunen verständigt haben, sei, die Sporthallen vor Ort zu betrachten. „Bei der Sporthalle Löh haben wir Möglichkeiten nachzusteuern. Wir wollen nach Abschluss der dreijährigen Laufzeit 15 Prozent CO2 eingespart haben“, erklärt Oliver Emmerichs. Die umzusetzenden Maßnahmen sind, sagt der Gemeindemitarbeiter, „einfaches Geschäft der laufenden Verwaltung“. Sie bedürfen keiner politischen Beschlüsse. Anders sehe es aus, wenn Projekte den Rahmen der Unterhaltungsmaßnahmen überschreiten, etwa bei der Installation einer Solaranlage, erklärt Oliver Emmerichs. Dann müsse sich auch die Politik mit dem Thema befassen.

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