Das sind die Schalksmühler Ideen zum Klimaschutz

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Schalksmühler Klimaschutzkonzept: Jede virtuelle Stecknadel steht für eine Idee.

Schalksmühle - Der Klimawandel betrifft jeden Menschen – auch in der Region. Deshalb hat die Gemeindeverwaltung die Schalksmühler bereits Ende vergangenen Jahres aufgerufen, mitzumachen bei der Aufstellung eines Klimaschutzkonzeptes.

Bereits seit Mitte November sind nun gute Einfälle gefragt. Um es einfach zu machen, können Vorschläge auf einer interaktiven Ideenkarte, die über die Internetseite der Gemeinde www.schalksmuehle.de zu erreichen ist, veröffentlicht werden. Anschließend werden diese ausgewertet und zielgerichtet in den kommunalen Klimaschutzprozess aufgenommen. Dieser soll ein Maßnahmenprogramm enthalten, das die Verwaltung nach entsprechendem Beschluss des Gemeinderates vor Ort umsetzen möchte. 

Neben der Abfrage auf digitalem Wege soll es auch die Möglichkeit geben, analog in kleinen Tischrunden Ideen zu besprechen. Dazu veranstaltet die Gemeinde am Donnerstag, 26. März, von 17 bis 19 Uhr im Gemeindezentrum der Kreuzkirche am Mathagen ein sogenanntes Klima-Café. 

Bis jetzt sind rund 30 Vorschläge an die Karte geheftet worden. Dabei zeigt sich, dass sich die Bürger durchaus mit dem Klimaschutz beschäftigen und zu den Leitthemen Klimaanpassung, Umweltfreundliche Mobilität, Wohngebäudesanierung, Erneuerbare Energien und Sonstiges teilweise sehr präzise Anregungen hinterlassen. Inwieweit diese umsetzbar sind, werden die Verantwortlichen in den nächsten Monaten diskutieren beziehungsweise prüfen. Im Folgenden sollen ausgewählte Ideen vorgestellt werden, die bis zum Stichtag 8. Januar veröffentlicht wurden. 

Arbeitsplatztausch 

„Laut eines Zeitungsberichts verlassen rund 3000 bis 4000 Schalksmühler täglich den Ort, um auswärts einer beruflichen Tätigkeit nach zukommen. Anderseits kommen rund 3000 bis 4000 täglich von außerhalb, um hier in Schalksmühle zu Arbeiten. Wie wäre es, wenn man eine Arbeitsplatztausch-Börse entwickelt, um den beruflichen Verkehr zu minimieren?“ 

Privilegiertes Parken 

„Erschaffung privilegierter Parkplätze für E-Autos inklusive Ladeanschluss im Zentrum, am Bahnhof, an Supermärkten, Restaurants, Sporthallen und -plätzen, an der Glör und so weiter.“ 

Brachflächen 

„Bepflanzung brachliegender Flächen (Verkehrinseln, Haltestellendächer, Mittelstreifen) mit insektenfreundlichen und trockenheitsverträglichen Pflanzen. [...]“ 

Schottergärten 

„Verbot von Schottergärten im Vorgarten. Kein Lebensraum für Tiere und erhitzt unnötig unsere Straßen. [...] Ab einer gewissen Grundstücksgröße sollte eine gewisse Anzahl heimischer Gehölze gepflanzt werden.“ 

Stoffwindeln 

„Zuschuss zu Stoffwindeln, wie zum Beispiel in Aschaffenburg (150 Euro). Reduziert den Müll und schont die Umwelt.“ 

Pop-up-Stores und Co. 

„Verbesserung der Nutzungsbilanz der Gebäude (kein Leerstand, Heizkosten) durch Pop-up-Stores und bezahlbare Geschäftsräume in der Stadt.“ 

Mitfahrzentrale

Mitfahrbank zum Aufzeigen von Mitfahrwünschen in Nachbarorte, wie beispielsweise nach dem Vorbild in Taisersdorf/Owingen, mit Zielangaben über den Sitzen, oder anderen Modellen in vielen weiteren Städten [...].“ 

Tempolimits 

„Geschwindigkeitsbegrenzung gegen Autorennen und Raser, Installation von ,silent policemen’.“ 

Des Weiteren wurden Ideen weitergegeben, die sich mit Coffee-to-Go-Bechern, Foodsharing, Regionalvermarktern, Plastikfreiheit, Radwegeausbau, Carsharing, Nachhaltigkeit der Schulverpflegung, Fotovoltaikanlagen und Umrüstung der gemeindlichen Fahrzeugflotte auf emissionsfreie Antriebsarten beschäftigen. Noch bis Mitte Januar besteht für die Schalksmühler die Chance, Vorschläge auf der Ideenkarte der Gemeindeverwaltung zu hinterlassen.

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