Erweiterung der Villa Kunterbunt - So sehen die Pläne für die Kita aus

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Villa Kunterbunt: Der Bauausschuss macht sich vor Ort ein Bild.

Dahlerbrück - Davon, wie die Villa Kunterbunt nach der geplanten Erweiterung genutzt werden könnte, erhielten der Bau- und Planungsausschuss sowie Vertreter des Schulausschusses bei einem Ortstermin am frühen Montagabend Kenntnis.

„Wir wollen versuchen, so viele Plätze wie möglich bewilligt zu bekommen, momentan sieht es nach 45 Plätzen aus“, sagte Anja Wolf, Fachbereichsleiterin Bildung, Kultur und Sport. Man habe eine vorbehaltliche Betriebserlaubnis für 45 Plätze, müsse nun aber schauen, was in der Einrichtung ertüchtigt werden müsse, um das zu ermöglichen. Außerdem hätte man für eine Einrichtung dieser Größe mehr sanitäre Einrichtungen vorhalten müssen. 

„Deswegen war es klar, dass wir die Einliegerwohnung brauchen.“ In dieser frei werdenden Hausmeisterwohnung müssten ein weiterer Sanitärraum sowie ein Personalraum untergebracht werden. Momentan gebe es nämlich nur einen winzigen Raum, der als Büro, Sozialraum und Besprechungszimmer dient. 

Bei zwei Gruppenräumen wie bisher soll es bleiben. Da man vor allem möglichst viele Plätze für Kinder unter drei Jahren vorhalten wolle und dafür Schlafräume benötige, seien Veränderungen geplant, sagte Wolf. 

Das würde im Falle der Villa Kunterbunt bedeuten, dass einer der beiden gleich großen Gruppenräume geteilt werden, um Differenzierungs- und Schlafmöglichkeiten zu schaffen. Der zweite Raum solle unverändert bleiben. 

Das sagt der Märkische Kreis zur groben Skizze

Die Rückmeldung vom Märkischen Kreis zu einer groben Skizze für die Kita sei positiv gewesen, nun erwarte man kurzfristig auch eine Rückmeldung des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe, erklärte Wolf. 

Eventuell könnte auch der überbaute Bereich am Eingang des Kindergartens geschlossen werden, um weitere Fläche zu gewinnen, teilte Bauamtsleiter Ralf Bechtel weitere Überlegungen mit. 

Kita-Leitung, Eltern und der Schulausschuss würden bei den weiteren Planungen natürlich eingebunden, wie Bürgermeister Jörg Schönenberg betonte. 

Kritik aus der Politik

Im Ausschuss erkundigte sich Folker Schnepper (UWG) auch nach dem Stand beim geplanten Kita-Neubau am Löh. Fachbereichsleiterin Wolf erläuterte den schon im Schulausschuss dargestellten Sachstand, dass wegen des angestrebten Eröffnungstermins am 1. August 2020 eine Modulbauweise geplant sei. 

Diese wolle man zweigeschossig ausführen und dazu das Gelände mit einem Gefälle von neun Metern zum Teil anschütten. Der in der Mitte des Grundstücks geplante Gebäude könnte dann über einen Steg erschlossen werden. 

Dietmar Dassler (FDP) kritisierte, dass es noch keine Pläne gebe, mit denen sich der Ausschuss auseinandersetzen könne, der aber in der nächsten Sitzung im September schon einen Entschluss fällen solle. „Wir wissen nur, dass es eine Hanglage gibt“, meinte auch Lutz Schäfer (SPD). „Das ermöglicht keine sachgerechte Auseinandersetzung.“ 

Oliver Emmerichs, Fachbereichsleiter Bauverwaltung, bot an, eine Skizze mit Höhenaufmaß anzufertigen, erinnerte aber an die ursprüngliche Aufforderung an die Verwaltung. „Die lautete: Wir brauchen einen zusätzlichen Kindergarten, und zwar im August 2020.“ 

Momentan laufe vieles parallel, es sei schwierig, alles so hintereinander zu bekommen, dass es rechtzeitig fertig werde. „Es geht erst einmal darum, einen Anbieter zu finden, der garantieren kann, es bis nächstes Jahr im August zu schaffen.“ Eine Sondersitzung vor der nächsten regulären Sitzung im September zu realisieren, wurde ebenfalls diskutiert. Diese wäre allerdings laut Ausschussvorsitzendem Klaus Nelius (UWG) aufgrund der Sommerferien nicht vor Ende August möglich.

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