Kinder sind im Verkehr besonders gefährdet

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Klaus Erbstößer stellt die einzelnen Tafeln seiner Ausstellung „Geschwindigkeit“ im Rahmen der Eröffnung der Verkehrssicherheitswochen vor. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Es geschehen immer noch zu viele Verkehrsunfälle wegen überhöhter Geschwindigkeit vor allem von jungen Fahrern. Deshalb finden seit gut 40 Jahren die Verkehrssicherheitswochen in Schalksmühle statt – die traditionelle Verkehrssicherheits-Ausstellung hat in diesem Jahr das Thema „Geschwindigkeit“ und wurde am Montag eröffnet.

„Wir wollen mit den Verkehrswochen und der Ausstellung die Verantwortung in erster Linie für die Schwächsten der Gesellschaft übernehmen, die Kinder“, eröffnete Heide Bachmann, stellvertretende Bürgermeisterin, die Ausstellung im Rathausfoyer. Auf fünf Tafeln wird zum Thema „Geschwindigkeit“ informiert. Klaus Erbstößer, Vorsitzender des örtlichen ADAC und Organisator der Ausstellung, erläuterte die einzelnen Themen.

So mache die Verkehrsunfallentwicklung 2011 deutlich, dass nicht angepasste Geschwindigkeit in Verbindung mit missachteter Vorfahrt und Fehlern beim Abbiegen und Wenden zu den drei häufigsten Unfallursachen fällt. Bei der Gruppe der Fahrer zwischen 18 und 25 Jahren liegt die überhöhte Geschwindigkeit als Unfallursache an erster Stelle, weshalb die Polizei jüngeren Menschen diese Gefahr deutlicher machen will. Beispielsweise will sie Jugendlichen mit Schockvideos und Ähnlichem klarmachen, dass das Leben nach schweren Unfällen vorbei ist. Häufig wird auch vor Schulen die Geschwindigkeit überschritten: „60 Prozent der Fahrer halten sich dort nicht an die vorgegebene Geschwindigkeit“, so Erbstößer. Gerade Kinder seien dadurch gefährdet und sollten beim Fahrradfahren und Spielen auf der Straße besondere Regeln einhalten.

Ausdrücklich hingewiesen wird in der Ausstellung auf die Strecke zwischen Krausebuche und Rotthausen. Viele schwere Unfälle ereignen sich dort immer wieder, in die wiederum viele junge Fahrer verwickelt sind.

Allgemein ist man laut Erbstößer besser mit geringerer Geschwindigkeit unterwegs: „30 Stundenkilometer lassen einen viel schneller bremsen als 50.“ Die Abbildung „Wildunfälle“ zeigt, wie heftig der Aufprall eines Tieres auf ein Auto bei unterschiedlichem Tempo sein kann. So wirkt bei einer Kollision mit einem Rothirsch eine Kraft von fünf Tonnen, etwa so viel, wie ein Elefant wiegt. Auch habe sich in den vergangenen Jahren Einiges im Straßenverkehr verändert, wie mehr Kreisverkehre und Elektro-Fahrräder, die bis zu 45 Stundenkilometer schnell sind.

Heide Bachmann und Klaus Erbstößer bedankten sich bei allen Mitorganisatoren und Helfern. „Ich habe schon etwas für nächstes Jahr im Kopf“, meinte Erbstößer. In den nächsten Tagen gibt es ein Fahrrad- und Kettcar-Turnier für Schulklassen und auch für Senioren wird es im Rahmen des Tanztees Informationen zum Thema geben. ▪ sar

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