182 Kilo Müll pro Einwohner

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Gut 182 Kilogramm Abfall produzierte jeder Schalksmühler durchschnittlich im vergangenen Jahr.

Schalksmühle - Durchschnittlich 182,66 Kilogramm Abfall (Haus- und Sperrmüll) produzierte jeder Einwohner von Schalksmühle im vergangenen Jahr. Damit liegt die Volmegemeinde unter der Pro-Kopf-Zahl für den Märkischen Kreis (193 Kilogramm), im Vergleich der vier „Oben an der Volme“-Kommunen aber nur auf dem letzten Rang.

In Meinerzhagen war die Abfallmenge pro Einwohner im vergangenen Jahr mit 182,35 Kilogramm fast identisch. Kierspe kam auf eine Pro-Kopf-Abfallmenge von 177,05 Kilogramm. Deutlich geringer fällt der Durchschnittswert für Halver mit 154,78 Kilogramm aus.

- Wie sind die Unterschiede zu erklären?

„Berücksichtigt werden bei diesem Wert ausschließlich die Abfallgefäße von 60 bis 1100 Liter. Darunter fallen mittlerweile aber auch viele Industriebetriebe, deshalb kann es örtlich zu Unterschieden kommen. Zudem kommt Halver ursprünglich von einem anderen System mit Marken, in dem die Bereitschaft, Müll zu sparen, vielleicht ausgeprägter war. Solch ein Verhaltensmuster kann sich in der Bevölkerung festsetzen“, sagt Reinhard Voss, Kämmerer in Schalksmühle, die Zahlen.

- Wie entwickelt sich das Müllaufkommen in Schalksmühle?

Insgesamt wurden in Schalksmühle im vergangenen Jahr 2691 Tonnen Abfall entsorgt. Das sind 65 Tonnen weniger als im Jahr 2015. Damit hält der Trend einer rückläufigen Müllmenge weiter an. Anfang der 1990er-Jahre produzierten die Schalksmühler – bei einer höheren Einwohnerzahl – fast 5300 Tonnen Abfall. Allerdings lag auch die durchschnittliche Pro-Kopf-Abfallmenge bei mehr als 230 Kilogramm.

- Welche Tonnagen an Abfall und Wertstoffen fielen im Vorjahr an?

Die Menge an Hausmüll ging 2016 noch einmal leicht um 13 Tonnen auf 1923 Tonnen zurück und erreichte damit den niedrigsten Wert in diesem Jahrtausend. Eine deutliche Zunahme ist dagegen bei Grünabfällen festzustellen. Hier erhöhte sich die Abfallmenge von 357 Tonnen im Jahr 2015 auf knapp 402 Tonnen im Vorjahr. Leichtverpackungen blieben mit 444 Tonnen unverändert. Bei den Wertstoffen ging die Papiermenge 2016 leicht auf 758 Tonnen (Vorjahr: 773 Tonnen) zurück. Zudem setzen die Schalksmühler bei Verpackungen wieder deutlich mehr auf Glas. Fielen 2013 gerade einmal 78 Tonnen Altglas an, waren es im Vorjahr 302 Tonnen. Das Gesamtaufkommen an Hausmüll und Wertstoffen lag 2016 bei 3427 Tonnen und damit leicht über dem 2015er-Wert von 3415 Tonnen.

- Wie fällt der „Oben an der Volme“-Vergleich beim Sperrmüll aus?

An Sperrgut kamen in der Volmekommune 2016 insgesamt 768 Tonnen zusammen – und damit 52 Tonnen weniger als 2015. Pro-Kopf entspricht dies einer durchschnittlichen Sperrmüll-Menge von 72,95 Kilogramm. Dieser Wert fällt für Halver mit 50,14 Tonnen ebenfalls deutlich niedriger aus. Die Kiersper produzierten 2016 pro Einwohner 98,40 Kilogramm Sperrmüll, in Meinerzhagen lag dieser Wert bei 65,77 Kilogramm und im gesamten Märkischen Kreis bei 57,30 Kilogramm.

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