Keine Polizei-Tauchgänge an der Glör

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Insgesamt ein Dutzend Tresore wurden bei Tauchgängen Anfang des Jahres aus der Glörtalsperre geborgen.

Schalksmühle - „Angedacht waren weitere Tauchgänge der Polizei in der Glörtalsperre. Allerdings wird es diese wohl doch nicht geben“, sagte Dietmar Trust, Pressesprecher der Polizei Ennepe-Ruhr-Kreis, auf Anfrage unserer Zeitung.

Im November vergangenen Jahres waren Polizeitaucher aus Wuppertal bei Übungs-Tauchgängen auf dort versenkte Tresore gestoßen. Bei weiteren, gezielten Tauchgängen Anfang Januar bargen die Polizisten aus etwa 25 Metern Tiefe insgesamt zwölf Sicherheitsschränke aus der Talsperre. Zu dreien davon konnte die Herkunft geklärt werden, jedoch gab es im Zuge der Ermittlungen der Polizei keine Hinweise auf mögliche Täter.

„Es liegt nahe, dass die Geldschränke von einer speziellen Tätergruppe stammen, die an der Glör im Dunkeln das Diebesgut los geworden sind. Beweise gibt es nicht“, sagt Trust. Die Zuordnung einzelner geborgener Tresore zu jeweils unaufgeklärten Straftaten sei das Einzige, was im Rahmen der sichergestellten Beweise möglich gewesen sei.

Die Ermittler vermuten zwar, dass sich in der Talsperre noch weitere Tresore befinden, jedoch seien weitere Bergungsarbeiten mit zu hohem Aufwand verbunden: „Grundsätzlich muss die Verhältnismäßigkeit stimmen. Wir sind zwar sehr sicher, dass sich dort weitere Gegenstände aus Straftaten befinden, jedoch gibt es keine konkreten Hinweise darauf, dass man über das aufwendige Bergen weitere Anhaltspunkte auf die entsprechenden Täter bekommt“, so Pressesprecher Dietmar Trust.

Die weiteren vermuteten Tresore seien laut Polizei nur Überbleibsel aus teilweise Jahre zurückliegenden Einbrüchen. Trust: „Es liegt kein Kapitalverbrecher vor. Würden wir alle dort vermuteten Dinge bergen wollen, müssten wir theoretisch die Glörtalsperre auspumpen.“

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