Kein Weihnachtsmarkt auf dem Rathausplatz

SCHALKSMÜHLE -  Der Weihnachtsmarkt der Gemeinde findet nicht auf dem Rathausplatz, sondern auf dem Gelände des Reitvereins Hülscheid-Heedfeld statt. Gemeinde und Verein hatten jeweils zu wenig Anmeldungen für eigene Veranstaltungen. Daher arbeiten sie nun zusammen. Das erste Winterfest soll am 22. Februar stattfinden. Im Kulturausschuss gab es Diskussionen.

„Wir sind froh, dass wir eine Lösung gefunden haben“, sagte die zuständige Fachbereichsleiterin Anja Wolf gestern im Gespräch mit unserer Zeitung. Die erste gemeinsame Veranstaltung findet in zwei Wochen – am Samstag, 30. November – in Hülscheid statt. „Die bei uns angemeldeten Kreativstände waren auch dafür zu haben, ihren Stand in der Reithalle aufzubauen. Auch die von uns eingeplanten Musikdarbietungen werden in der Reithalle stattfinden“, teilte Wolf mit. Die Verpflegungsstände sollen hingegen am ersten Winterfest teilnehmen.

Zuvor hatte der Kulturausschuss am Donnerstagabend über das Thema Weihnachtsmarkt diskutiert. „Wir haben gehofft, dass wir auf dem Rathausplatz in diesem Jahr ein heimeliges Fest hinbekommen. Leider hatten wir zu wenig Anmeldungen“, sagte Anja Wolf. Damit sich die Gemeinde nicht mit einigen Buden auf dem Platz blamiere, schlug Wolf vor, sich mit den Veranstaltern des Weihnachtsmarktes in der Reithalle Hülscheid zusammenzutun. Dort fehlen nach Aussage von Wolf auch Stände.

„Durch eine Zusammenarbeit könnten wir in Hülscheid eine richtig schöne Veranstaltung machen.“ Außerdem sagte sie, dass Anfang des kommenden Jahres ein Winterfest stattfinden könnte. „Wir könnten uns jetzt darauf stürzen und was richtig gutes auf die Beine stellen.“

Wolf erinnerte an die beiden Workshops, die im Sommer bereits zu diesem Thema stattgefunden hatten. Im ersten wäre die Mehrheit für ein Winterfest und gegen den Weihnachtsmarkt gewesen und im zweiten Workshop habe sich die Mehrheit für den Erhalt des Weihnachtsmarktes ausgesprochen.

Dem Vorschlag von Anja Wolf schloss sich Siegfried Gerhardt (CDU) an. „Wir sollten den Weihnachtsmarkt canceln und im nächsten Jahr auf dem neugestalteten Rathausplatz einen neuen Versuch starten.“

Aus der Not könne eine Tugend gemacht werden, meinte Hubert Schwarzer von der SPD. „Mit den Buden können wir in die Mühlenstraße ziehen.“ Die Veranstaltung „Schalksmühle... köstlich!“ habe gezeigt: „Je enger, desto besser.“

Sein Fraktionskollege Udo Kloss plädierte dafür, auf dem Rathausplatz zu bleiben und mit wenigen Ständen eine Veranstaltung durchzuführen. „Lieber ein bisschen Weihnachtsmarkt, als gar keinen.“

„Wir blamieren uns in jedem Fall“, sagte Bernd Müller (UWG). Der Unabhängige sagte, dass eine ganze Reihe von Leuten enttäuscht werde. „Lasst die scheußliche Bühne weg und macht jetzt noch mit letzter Kraft was schönes auf den Platz.“ Der Ausschussvorsitzende Jan Schriever (FDP) bezeichnete die Überlegung der Verschiebung als „Chance, sich neu zu ordnen“.

Die Idee, den Weihnachtsmarkt in Hülscheid zu veranstalten, passt für Klaus-Peter Wiebusch vom Gemeindesportverband gut ins Konzept. „Wenn wir ein Winterfest machen, ist das doch stimmig.“

Auch Heide Bachmann (UWG) unterstützte den Vorschlag, den Weihnachtsmarkt in Hülscheid zu veranstalten und ein Winterfest auf die Beine zu stellen. „Etwas Neues mit neuer Kraft zu machen, ist doch eine schöne Idee.“

Zwar mache sie die Entwicklung traurig, dass es in diesem Jahr keinen „Markt der guten Taten“ gebe, aber der Aufwand sei für die Aussteller enorm, der Gewinn oft mager. „Die Arbeit ist dann leider oft für die Katz’.“ - Von Matthias Clever

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