Gemeinde macht keinen guten ersten Eindruck

+
Zigarettenstummel, kaputte Schachteln und Flaschen liegen im Beet der Bahnhofsunterführung und im Graben zwischen Schnurrenplatz und Bahnsteig. Ein Scherbenhaufen ergänzt seit Silvester das unwirtliche Bild.

Schalksmühle - Wer derzeit am Bahnhof ankommt, könnte vom ersten Eindruck der Gemeinde enttäuscht sein. Denn im Graben neben dem Bahnsteig und in der Unterführung liegt viel Müll. Neben Unrat ist dort auch ein Scherbenhaufen – das Überbleibsel einer Tat an Silvester.

Von Alisa Kannapin

Die Mitarbeiter der Bahn haben den Scherbenhaufen bei ihrer wöchentlichen Reinigung des Bahnsteiges bisher aber wohl übersehen. Jugendliche nutzen die kleinen Scherben nun, um sich gegenseitig zu bewerfen, wie ein Anwohner beobachtete. „Wir werden das aber jetzt so schnell wie möglich beseitigen lassen“, sagt Dorothee Wasel, die Leiterin des Bahnhofsmanagements für den Bereich Südwestfalen, am Dienstag im Gespräch mit unserer Zeitung.

In der Personenunterführung habe die Bahn immer wieder mit Graffiti zu kämpfen, an Silvester kam mit der zerschlagenen Scheibe des Wetterschutzhauses ein weiterer Vandalismusschaden hinzu.

Nach einer Meldung der Sicherheitszentrale der Bahn rückten Beamte der Bundespolizei aus Hagen in den Morgenstunden des 31. Dezembers an, um sich die Sachlage anzuschauen. Vermutlich mit einer Wodkaflasche, deren Reste die Beamten am Boden vorfanden, zerschlugen Unbekannte eine 2,30 mal 1,30 Meter große Scheibe des Unterstands. „Aufgrund der Unfallgefahr entfernten die Beamten vor Ort die Splitter aus dem Rahmen und legten den Haufen in den Graben. Die Bahn wurde darüber in Kenntnis gesetzt“, erklärt Jürgen Karlisch, Pressesprecher der Bundespolizei Hagen. Die Bahn erstattete Anzeige, der Schaden liegt bei rund 1000 Euro. Die kaputte Scheibe wurde kurzum erneuert.

Dass aber der Scherbenhaufen bisher nicht beseitigt wurde, erklärt Wasel mit Abstimmungsfehlern.

Die Verkehrssicherungspflicht für den Graben zwischen Bahnsteig und Schnurrenplatz und für die Personenunterführung liegt bei der Bahn. Der Bahnhof in der Ortsmitte von Schalksmühle wird laut Dorothee Wasel einmal in der Woche gereinigt – jeweils abwechselnd erfolgt eine Grob- und eine Feinreinigung. Die Reinigungsintervalle der Bahnhöfe sind an die jeweilige Kundenfrequenz angepasst. „Bei der Grobreinigung werden zum Beispiel die Müllbehälter geleert oder Abfall vom Bahnsteig aufgehoben. Bei der Feinreinigung werden auch die Glasflächen gereinigt und Wildkraut entfernt“, erklärt Wasel.

Aufgabe der Reinigungskräfte ist es auch, die Zentrale darüber in Kenntnis zu setzen, wenn irgendwo noch Müll entfernt oder etwas repariert werden muss. „Es ist nicht auszuschließen, dass es hier eine mangelnde Verständigung untereinander gab, weshalb die Scherben noch nicht entfernt wurden. Das ist menschliches Versagen und hier bitten wir um Entschuldigung“, sagt ein Bahnsprecher auf Nachfrage unserer Zeitung.

Bahn bittet um Hinweise der Bürger

„Um den Graben oder die Unterführung säubern zu lassen, müssen wir extra jemanden beauftragen. Da das Budget knapp ist, wird oftmals nicht alles komplett gemacht. Aber wenn wir etwas sehen oder Hinweise erhalten, veranlassen wir die Reinigung“, sagt Dorothee Wasel. Die Bahnhöfe würden ansonsten regelmäßig von Streckenbetreuern begutachtet.

Wasel bittet die Bürger darum, der 3-S-Zentrale der Bahn über die Rufnummer 0 23 31 / 2 05 10 55 Hinweise zu Verschmutzungen am Bahnhof zu übermitteln. „Wir sind wirklich über jeden Hinweis dankbar und sind über die Hotline rund um die Uhr erreichbar.“

Hinweise zur zerschlagenen Scheibe nimmt die Bundespolizei in Hagen unter der kostenfreien Rufnummer 08 00 / 6 88 80 00 entgegen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare