Kein Fortschritt beim Projekt Volmetalradweg

Volmetalradweg: Unendliche Geschichte?

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Volmetalradweg noch in weiter Ferne.

Schalksmühle - Das Projekt Volmetalradweg dauert bereits länger als ursprünglich geplant. Und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Erkennbare Fortschritte gibt es nicht.

Weil die Machbarkeitsstudie und eine Vereinbarung zwischen Deutsche Bahn (DB) und Straßen.NRW noch ausstehen, tritt das Projekt Volmetalradweg auf der Stelle. 

„Wir stehen genau da, wo wir am Jahresanfang auch standen“, sagt Oliver Emmerichs, Fachbereichsleiter Technisches Bauamt bei der Gemeinde Schalksmühle. Man warte darauf, dass zwischen Straßen.NRW und der Deutschen Bahn die Entscheidung falle, wie die Nutzung des Bahngrunds, der für den Radweg benötigt wird, vertraglich geregelt werden soll. 

Langfristiger Gestattungsvertrag als Möglichkeit

Eine Möglichkeit wäre, den Grund in einem Gestattungsvertrag langfristig – also für eine Dauer von 20 bis 30 Jahren – zur Verfügung zu stellen oder zu verkaufen. „Da ist man sich noch nicht im Klaren“, sagt Emmerichs. Neben einer Aussage von DB und Straßen.NRW zu dieser Frage warte man außerdem auf die Fertigstellung einer Machbarkeitsstudie zum Volmetalradweg. 

Vor zwei Jahren hätten die vier Kommunen Oben an der Volme – Schalksmühle, Halver, Kierspe und Meinerzhagen – sowie Lüdenscheid mit Straßen.NRW eine Rahmenvereinbarung getroffen. „Diese bringt grundsätzlich zum Ausdruck, dass dieser Radweg gebaut werden soll.“ Die Finanzierung würde dabei Straßen.NRW tragen, die Kommunen übernehmen die bauliche Umsetzung. Die Rahmenvereinbarung ist die Grundlage für die noch nicht fertiggestellte Machbarkeitsstudie, die klären soll, wo der Radweg im Detail entlangführen soll. 

Alternativen werden geprüft

An einigen Stellen werden dabei Alternativen überprüft, wo etwa Privatgrund, über den die Trasse geführt werden könnte, nicht zur Verfügung stehe. Auch Gespräche mit Eigentümern werden im Zuge der Machbarkeitsstudie geführt, sagt Emmerichs. Dort, wo beispielsweise Uferbereiche betroffen seien, müsste man außerdem noch die Wasserbehörde hinzuziehen. Wenn die Machbarkeitsstudie vorliege, könnten die Kommunen Einzelvereinbarungen mit Straßen.NRW abschließen, um genau festzulegen, welche Abschnitte zuerst und welche später gemacht werden. Die Strecke des Volmetalradwegs soll zum Teil über bereits vorhandene Wege geführt wegen.

Auf Schalksmühler Gemeindegebiet führt das Teilstück über den Bahntrassenradweg, vom Schnurrenplatz bis zum Feuerwehrgerätehaus in Brügge. Auf diesem Abschnitt – anders als etwa in Kierspe – wären auch keine privaten Grundstücke betroffen. „Wir haben hier nichts, was die Bauarbeiten stören würde, sodass dieser Abschnitt ohne größere Beeinträchtigungen umgesetzt werden könnte“, erklärt Emmerichs. Ergänzend wäre allerdings zu prüfen, wie und in welcher Form die Tunnelröhren genutzt werden könnten, in denen Fledermäuse zuhause sind, sagt er. 

„Da müssten noch mit der Landschaftsschutzbehörde Gespräche geführt werden.“ Es sei durchaus möglich, dass die Röhren sowohl für den Radweg genutzt werden, als auch weiterhin den Fledermäusen als Lebensraum dienen können. „Das wäre auch mit baulichen Maßnahmen verbunden, je nachdem, wie stark die Fledermäuse abgeschottet werden müssen“, sagt Emmerichs. 

Eindruck von einem Stillstand

Da sowohl die Machbarkeitsstudie als auch die Vereinbarung von Bahn und Straßen.NRW noch nicht vorlägen, entstehe von außen der Eindruck von Stillstand, dabei werde im Hintergrund weiter gearbeitet, sagt Emmerichs. Allerdings dauere es den Bürgermeistern der fünf Kommunen, durch die der Radweg gehen soll, ein bisschen zu lang, gibt Emmerichs zu. 

„Der Volmetalradweg ist neben der Reaktivierung der Volmetalbahn eines der wesentlichen Regionale-Projekte, das dringend umgesetzt werden muss“, sagt er. Schließlich hätten die vier Kommunen ihrerseits Voraussetzungen für den Radweg geschaffen, der die Bahnhöfe im Volmetal miteinander verbinden sollte. Die Bahnhofsumfelder seien aufgewertet worden, unter anderem auch mit Radabstellanlagen, sagt Emmerichs: „Aber das macht nur Sinn, wenn auch endlich der Radweg kommt.“

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