Corona

Silvester & Co. in Schalksmühle: Kein Böllerverbot, aber klare Worte für Feiertage

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Böllern ist erlaubt: Die Gemeinde Schalksmühle entscheidet sich gegen ein Feuerwerksverbot.

Erst war es unklar, ob es ein Böllerverbot für bestimmte Plätze in Schalksmühle gibt. Inzwischen haben sich die Verantwortlichen im Rathaus entschieden. Und auch für Weihnachten findet Bürgermeister Jörg Schönenberg klare Worte.

Schalksmühle - Die Gemeinde hat sich gegen ein Böller-Verbot entschieden. „Wir werden voraussichtlich keine gesonderten Plätze benennen“, sagt dazu Silvia Gonzalez, Leiterin des Fachbereichs Bürgerdienste und Soziales. „Wir haben keine typischen Böllerplätze.“ Auf dem Rathausplatz zum Beispiel ist an Silvester nicht so viel Betrieb wie in der Kölner Innenstadt. Das sagt auch Jörg Schönenberg: „Wir haben keinen speziellen Platz. Und wenn, dann war das in Verbindung mit der Gastronomie.“ Da diese Betriebe aber geschlossen sind, werden dort auch keine Silvesterfeiern stattfinden. Geböllert wird meist in Wohngebieten, sagt Schönenberg. „Man trifft sich hier zu Osterfeuern und nicht zum Böllern“, meint der Bürgermeister.

Dennoch gilt der Appell an die Bürger, in der Silvesternacht nicht zu böllern. Und wenn, dann unter Einhaltung der Corona-Regeln. Nach Stand von Mittwoch sind zwei Haushalte erlaubt. Doch Silvia Gonzalez rechnet mit weiteren Verschärfungen für Silvester. Das sei „vorstellbar“, sagt sie.

Schalksmühler sollen sich an Spielregeln halten

Mit Blick auf Weihnachten findet Jörg Schönenberg klare Worte: Die Schalksmühler sollen darauf achten, „dass sie sich an die Spielregeln halten“. In seinen Augen ist Besinnlichkeit an Weihnachten wichtig, ebenso wichtig ist das Krafttanken. Es wird ein „anderes Weichnachtsfest“, sagt er.

Sein Appell an die Bürger: die Kontakte auf das Notwendige beschränken, Rücksicht auf Schwächere nehmen, sie aber nicht vereinsamen lassen. „Es ist eine Herausforderung“, sagt Schönenberg. Aber: „Ich bin guter Dinge, dass die Menschen auf sich achten, sich selbst und andere nicht gefährden.“

Gegenüber dem Frühjahr haben wir eine Situation, die noch nachdenklicher stimmt.

Bürgermeister Jörg Schönenberg

Auch im Rathaus hat man sich für eine Schließung nach Weihnachten entschieden. Hinter den verschlossenen Türen wird zwar gearbeitet, doch für den Besucherverkehr bleibt das Rathaus nach Weihnachten und über Neujahr geschlossen. Notdienste wird es geben, ebenso sind die Fachbereiche telefonisch erreichbar.

Und auch an den Feiertagen wird gearbeitet: Kontrolldienste werden laut Schönenberg täglich unterwegs sein – „auch an den Feiertagen“, betont er. Denn „ohne Kontrollen geht es nicht“. Mitarbeiter über die Fachbereiche hinaus sind dann unterwegs.

„Gegenüber dem Frühjahr haben wir eine Situation, die noch nachdenklicher stimmt“, sagt Schönenberg. Deshalb sei nun auch Geduld gefragt.

Auch im benachbarten Halver hat man sich gegen ein Böllerverbot entschieden.

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