Kinderbetreuung in Schalksmühle

So läuft´s in den Kitas nach dem Neustart

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Willkommen heißt seit Montag dieses Banner an der Eingangstür die Kinder des Kindergartens „Junges Gemüse“. Aufgehängt ist es auf Kopfhöhe der Erwachsenen, denn ab hier müssen ihre Kleinen alleine weiter gehen.

Schalksmühle - Seit Montag läuft in den Schalksmühler Kindergärten wieder der Regelbetrieb – allerdings mit vielen Einschränkungen. Wirklich normal ist der Kindergartenalltag in der Gemeinde nicht.

Rund Dreiviertel der Kinder besuchen seit Anfang der Woche wieder den Kindergarten der Elterninitiative Viktoriastraße „Junges Gemüse“. Dass man nicht voll besetzt ist, liege daran, dass einige Kinder mit ihren Eltern bereits im Urlaub sind. „Nur einige Wenige lassen ihre Kinder zuhause, bis die Situation geklärt ist“, sagt Leiterin Elke Gabler-Peyinghaus. Angst vor einer Infektion spiele weniger eine Rolle. Viel mehr lägen praktische Gründe vor, das Kind noch zuhause zu lassen. 

Die Freude war am Montag groß an der Viktoriastraße, als der Kindergarten seine Türen wieder öffnete. „Die Kinder haben sich sehr gefreut. Sie haben sofort ihre alten Freundschaften aufgefrischt und überhaupt nicht gefremdelt.“ Für die Erzieher sei der Neustart hingegen mit viel Mehrarbeit verbunden. „Es ist schon schwierig für uns, alle Regeln einzuhalten. Aber mit gutem Willen bekommt man das hin.“ Viele Dinge müssen seit Montag beachtet werden. So dürfen die Eltern weiterhin ihre Kinder nur bis zur Eingangstür bringen. Das klappe auch gut, so die Leiterin. Jedes Kind muss zur Toilette begleitet und das Händewaschen kontrolliert werden. Die Gruppen sind strikt getrennt, auch auf dem Spielhof. Zudem müssen alle Kontaktflächen, etwa nach den Mahlzeiten, desinfiziert werden. Besonders die Größeren gehen mit dem Thema routiniert um. Den Kleineren wird alles spielerisch näher gebracht. „Die Kinder sind stolz, dass sie das alles so gut hinbekommen“, sagt Elke Gabler-Peyinghaus. 

Guter Wille zum Neustart wichtig

Doch am Ende gibt es auch immer Dinge, die zur Last fallen. So müssen ihre Kollegen jeden Nachmittag, wenn die Kinder weg sind, alle Oberflächen und Gegenstände, mit denen die Kinder in Berührung gekommen sind, gründlich reinigen. Dies sei unter anderem auch der Grund für die eingeschränkte Öffnung des Kindergartens, erklärt die Leiterin. Darüber seien nicht alle erfreut, schließlich müsse das wieder mit dem Arbeitgeber geregelt werden. „Es sind nicht alle zufrieden, aber so ist es nun einmal. Wir tun, was wir können und was wir unter den Rahmenbedingungen dürfen. Alle müssen an einem Strang ziehen. Sich aufzuregen, bringt nichts.“ Im Großen und Ganzen seien aber viele froh, dass die Kinder wieder den Kindergarten an der Viktoriastraße besuchen dürfen. 

Im Evangelischen Kindergarten und Familienzentrum Heedfeld werden seit Wochenbeginn mehr als die Hälfte der Kinder wieder betreut. Auch hier haben nur wenige Eltern Bedenken, sagt Leiterin Maike Hanisch. „Es läuft alles gut. Natürlich vermissen die Kinder gewisse Dinge, wie das Singen im Morgenkreis oder das gemeinsame Frühstück. Aber sie sind glücklich, wieder draußen mit ihren Freunden spielen zu können.“ Die Kinder seien gut auf die neuen Regeln von ihren Eltern vorbereitet worden und würden die Einschränkungen gut akzeptieren. 

Weniger Personal einsetzbar

Für die Erzieher bedeutet der Neustart aufgrund der Einschränkungen allerdings mehr Arbeit. Nach einem Kontakt müssen Spielzeuge oder Schränke desinfiziert werden. „Deshalb wurde auch die Stundenanzahl reduziert. Wir könnten sie aber auch so nicht erhöhen, da wir derzeit nicht genug Personal haben. Manche Kollegen gehören zu einer Risikogruppe“, sagt Maike Hanisch. Wegen der verkürzten Öffnungszeiten habe es gerade am Anfang Bedenken gegeben, weiß die Einrichtungsleiterin. Doch die Eltern seien gut organisiert. Teilweise ´würden die Großeltern die Kinder vom Kindergarten abholen. „Nicht alle sind erfreut, aber sie akzeptieren es, dass es nicht anders möglich ist.“

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